Pressemitteilung

Seidenath begleitet Lebensmittelkontrolleure: Wichtige und anspruchsvolle Aufgabe mit hoher Verantwortung

Einen Tag lang hat der Dachauer Stimmkreisabgeordnete Bernhard Seidenath zwei Lebensmittelkontrolleure des Dachauer Landratsamts begleitet und sich so ein Bild ihrer vielfältigen Aufgaben gemacht. "Bei der Lebensmittelkontrolle handelt es sich um eine zwar oft wenig wahrgenommene, aber ebenso wichtige wie anspruchsvolle Aufgabe mit einer enormen Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Lebensmittelkontrolle ist ein unverzichtbarer Baustein des Verbraucherschutzes", sagte Seidenath und fügte hinzu: "Lebensmittelkontrolle ist eine der Aufgaben, die erst dann im Fokus stehen, wenn etwas schief gelaufen ist. Es wird aber Tag für Tag enorm viel geleistet, um die Produktsicherheit und die Qualität unserer Lebensmittel zu gewährleisten."

Mit den beiden Lebensmittelkontrolleuren Helmut Thaler und Martin Wildgruber ging es zunächst in die Kantine der Bayerischen Bereitschaftspolizei, wo das Trio von Leitendem Polizeidirektor Hubert Obermayer, Polizeiamtsrat Karl Hennig, der für die Verpflegung der Beamtinnen und Beamten verantwortlich ist, sowie dem amtierenden Küchenchef Lorenz Arzberger empfangen wurde. Die Kantine kocht für bis zu 900 Beschäftigte und erwies sich als vorzüglich geführte Einrichtung. "Das Hauptgewicht der Kontrolle bestand hier nicht in Beanstandung, sondern in Beratung - einem meines Erachtens ganz wichtigen Element der Lebensmittelkontrolle."

Weitere Stationen waren am Nachmittag das Restaurant Roma, ein alteingesessener Familienbetrieb in der Dachauer Würmstraße, sowie der Edeka-Markt Martin in Günding. Wie der Zufall es wollte, hatte Seidenath diesen Markt bereits acht Tage zuvor kennengelernt - als er mit Ehrenamtlichen der Dachauer Tafel dort Lebensmittel abholte.

Die Kontrollen der etwa 1.850 Betriebe im Landkreis erfolgen durch die drei Vollzeitkräfte und die eine Halbtagskraft in aller Regel unangemeldet. Geachtet wird auf die hygienischen Verhältnisse ebenso wie auf eine Einhaltung der Mindesthaltbarkeitsdaten, aber auch die korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel und Speisen - und überhaupt aller Produkte, die mit der Haut in Berührung kommen. Zu den Aufgaben der Kontrolleure gehört auch, nach bayernweiten Vorgaben Proben zu nehmen und zur detaillierteren Untersuchung an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zu senden. Kontrolliert wird nicht nur beim Einzelhändler, sondern auch beim Hersteller. Lebensmittelkontrolleure sind befugt, Sanktionen zu verhängen, die bis zur Schließung des Betriebs reichen können. "Dies sind weittragende Entscheidungen für die Betriebe, bei denen sogar deren Existenz auf dem Spiel stehen kann. Im Sinne eines effektiven Verbraucherschutzes ist dies aber notwendig. Für mich ist klar: Mit der Besoldungsstufe A 7 im Eingangsamt sind Lebensmittelkontrolleure angesichts ihrer Aufgabenfülle und ihrer Verantwortung zu niedrig eingestuft. Ich werde mich deshalb im Rahmen der anstehenden Dienstrechtsreform dafür einsetzen, dass die Besoldung des Eingangsamts auf A 8 angehoben wird", erklärte der Abgeordnete.

Die Idee zur gemeinsamen Tour entstand im Frühsommer spontan auf einer Tagung des Verbands der Lebensmittelkontrolleure in Kochel am See, wo Seidenath - als Mitglied des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes - die CSU-Landtagsfraktion vertrat. Hier lernten sich Helmut Thaler und Seidenath kennen und fassten eine begleitete Kontrolltour für den August ins Auge - gesagt, getan.

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