Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Begrüße Stellungnahme des Ethikrates, komme aber zu anderem Ergebnis: Babyklappen wichtiges Angebot zum Lebensschutz

Die heutige Stellungnahme des Deutschen Ethikrates, wonach das Leben von Kindern wichtiger sei als deren Kenntnis um ihre Herkunft, wird von Bernhard Seidenath, Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag für bioethische Fragestellungen und Mitglied im CSU-Arbeitskreis Soziales, Familie und Arbeit, begrüßt. "Aber im Ergebnis komme ich bei der Frage der Babyklappen zu einem anderen Ergebnis als der Ethikrat." Seidenath spricht sich klar gegen eine Abschaffung der Babyklappen aus und widerspricht damit auch der aktuell erhobenen Forderung von "Donum Vitae" nach einer Abschaffung von Babyklappen.

"Wir brauchen das Bündel aller Angebote, die ungeborenes Leben schützen können", sagte der CSU-Sozialpolitiker. Jedes einzelne Angebot in Bayern sei wichtig, um für jeden - jeweils anders gelagerten - Problemfall maßgeschneiderte Hilfe anbieten zu können. Dabei nannte Seidenath explizit das "Projekt Moses" sowie die vielen Beratungs- und finanziellen Unterstützungsangebote für Schwangere. "Für den einen kann dieses Angebot, für den anderen jene Förderung wichtig sein. Deshalb haben die 14 in Bayern bestehenden Babyklappen ihre Bedeutung." Beratung sei entscheidend wichtig. "Aber wenn Schwangere in einer als auswegslos empfundenen Situation gerade keine Beratung suchen, kann ein effektiver Lebensschutz nicht auf Babyklappen verzichten", erklärte Seidenath.

"Entscheidend ist die Botschaft: Wer in Bayern ein Kind erwartet, wird nicht allein gelassen. Deshalb hat die aktuelle Diskussion auch ihr Gutes. Denn auf diese Weise werden die vielfältigen Hilfsangebote bekannter gemacht: Bayern hilft, wo und wie es nur geht - und das ist gut so", betonte Seidenath.

Babyklappen bestehen in Bayern in Altötting, Augsburg, Ingolstadt, Kelheim, Landshut, Mainburg, München, Regensburg, Roth, Schongau, Straubing und Weilheim, in der Regel angebunden an Krankenhäuser.

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