Pressemitteilung

Gute Nachricht aus dem Bayerischen Innenministerium:
Gebäude der Dachauer Prozesse wird saniert

"Zum Jahreswechsel gibt es gute Nachrichten aus dem Bayerischen Innenministerium: Das gefährdete Originalgebäude der 'Dachauer Prozesse' auf dem Gelände der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau wird saniert. Mit Sicherungsmaßnahmen wird gleich im neuen Jahr begonnen, die Sanierung ist dann für das Jahr 2011 vorgesehen." Dies gab der Dachauer Stimmkreisabgeordnete im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, heute bekannt und fügte hinzu: "Damit kann ein Gebäude dauerhaft erhalten werden, das historisch sehr bedeutsam ist: nicht nur für die Große Kreisstadt, sondern auch für die gesamte unmittelbare deutsche Nachkriegsgeschichte."

Das Gelände, auf dem heute die Bereitschaftspolizei beheimatet ist, war Teil des ehemaligen KZ-Geländes Dachau. "Nach dem Krieg wurden dort zwischen 1945 und 1948 durch die US-Army die 'Dachauer Prozesse' abgehalten, die bedeutendsten und umfangreichsten Kriegsverbrecherprozesse nach den 'Nürnberger Prozessen'. Das Originalgebäude, in dem die Prozesse abgehalten wurden, steht noch auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei. Dessen Bausubstanz ist aber bereits stark in Mitleidenschaft gezogen", teilte Seidenath mit. Auf einen Hinweis von Dr. Gabriele Hammermann, der Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, hatte sich Seidenath daher an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gewandt und ihn gebeten, "die notwendigen Schritte einzuleiten, damit die historisch so bedeutsame Bausubstanz dieses Gebäudes dauerhaft erhalten werden kann". Der Innenminister machte sich dieses Anliegen zu Eigen und gab nun grünes Licht für die Sanierung. Saniert werden muss insbesondere das Dach des Gebäudes. Die Kosten der Gesamtmaßnahme werden auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.

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