Pressemitteilung

EU-Verordnung zum Salzgehalt im Brot
Hasselfeldt gegen Werbeeinschränkungen für heimisches Brot

Mit großem Unverständnis hat die Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt auf die Bestrebungen der Europäischen Union reagiert, die Werbung für Brot vom Salzgehalt abhängig zu machen. Die Umsetzung der EG-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel sei ein weiterer Beleg für unsinnige und zugleich bürokratische Vorhaben von Seiten der EU, so die Bundestagsabgeordnete. Entsprechend äußerten sich auch Bäcker aus dem Wahlkreis, die ihre altbewährten, über Generationen weitergegebenen Rezepte in Gefahr sehen.

Die Europäische Kommission will künftig Brot, das einen Salzgehalt von 1g pro 100g Brot aufweist nicht mehr als gesund bewerben lassen. Der durchschnittliche Salzgehalt in Deutschland beträgt aber 1,5g pro 100g Brot. Folglich würde in Deutschland der überwiegende Anteil der Brotsorten dem Werbeverbot unterliegen. Das dunkle deutsche Brot, das generell den Salz-Grenzwert der Nährwertprofile überschreitet, müsste im Falle einer nährwert- oder gesundheitsbezogenen Werbebotschaft dann mit dem Hinweis "enthält viel Salz" beschriftet werden.

"Hierdurch wird dem Verbraucher fälschlicherweise vermittelt, dass Weißbrot gesünder sei als dunkles Brot", so Hasselfeldt. Aufgrund massiven Protestes u.a. von Seiten der Bundesernährungsministerin Ilse Aigner und der Bayerischen Staatsministerin Emilia Müller wurde der Termin zur Festlegung der spezifischen Nährwertprofile vom 19. Januar 2009 auf das Frühjahr verschoben. Die zuständige Unions-Kollegin im Europäischen Parlament werde zudem einen Änderungsantrag einbringen, der die Abschaffung der Nährwertprofile vorsieht, teilte die Wahlkreisabgeordnete mit. Hasselfeldt versicherte, sich auch auf nationaler Ebene - im Interesse der heimischen Bäcker - gegen das Vorhaben der Europäischen Kommission einsetzen zu wollen.

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