Pressemitteilung

Gute Nachrichten aus München: Ab September zwei zusätzliche Stellen der Jugendsozialarbeit an Schulen im Landkreis - an den Hauptschulen Bergkirchen und Haimhausen

"Der Freistaat Bayern - das Bayerische Sozialministerium - wird 2009 sein Engagement auf dem Gebiet der Jugendsozialarbeit an Schulen im Landkreis weiter ausbauen: Ab dem 1. September wird an den Hauptschulen Bergkirchen und Haimhausen jeweils eine halbe Stelle neu gefördert." Dies gab der Dachauer Stimmkreisabgeordnete Bernhard Seidenath heute in München bekannt. "Das sind zu Jahresbeginn gleich sehr gute Nachrichten aus München."

"Der Freistaat wird bei den beiden Stellen jeweils 40 Prozent der Personalkosten übernehmen - im Rahmen einer Festbetragsfinanzierung in Höhe von 16.360 Euro. Zusammen mit den bereits bestehenden Stellen an den Hauptschulen Dachau-Ost und Markt Indersdorf sowie an der Berufsschule Dachau (letztere beide seit Januar 2008) wird der Freistaat damit künftig an fünf Schulen im Landkreis Dachau insgesamt vier volle Jugendsozialarbeits-Stellen fördern", erläuterte Seidenath.

Bayernweit würden ab Beginn des Schuljahrs 2009/10 insgesamt 60 zusätzliche Stellen der Jugendsozialarbeit an Haupt-, Berufs- oder Förderschulen zusätzlich gefördert. Damit werde der von der Bayerischen Staatsregierung im März 2002 beschlossene Ausbau von 350 Stellen an bis zu 500 Schulen bereits zum 1. September 2009 erreicht - drei Jahre früher als ursprünglich geplant. "Von der neuen Tranche entfallen 13,58 Stellen auf 24 Schulen in Oberbayern, davon 18 Schulen, an denen der Freistaat erstmals Jugendsozialarbeit an Schulen fördert. Ich freue mich sehr, dass die Hauptschulen Bergkirchen und Haimhausen hier dabei sind. Denn die Förderung der sozialen, schulischen und beruflichen Integration von jungen Menschen mit schwierigen persönlichen oder familiären Rahmenbedingungen ist ein überaus wichtiges jugendpolitisches Ziel - der Bayerischen Staatsregierung und von mir persönlich. Die Jugendsozialarbeit an Schulen hat sich hier als überaus wirksam erwiesen", betonte der Landtagsabgeordnete.

Bayernweit waren insgesamt 145 Anträge eingereicht worden. Die Auswahl erfolgte in allererster Linie nach dem Handlungsbedarf an den Schulen. "Dies ist ein deutliches Signal für die breite Akzeptanz der Jugendsozialarbeit an Schulen - und zwar sowohl bei den Jugendämtern als auch bei den Schulen. Die hohe Zahl an Anträgen belegt zudem den großen Bedarf", erklärte Seidenath und fügte hinzu: "Die sozialpädagogische Fachkraft ist das ‚Scharnier' zum Jugendamt und bringt in der Schule ihr spezifisches Jugendhilfe-Know-how ein. Sie unterstützt junge Menschen bei gravierenden Problemen, wie etwa bei Konflikten mit Eltern, Mitschülern oder Lehrkräften. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine weitere wichtige Säule, denn nur hierdurch können in Erziehungsfragen nachhaltige Änderungen erreicht werden".

"Der Freistaat hat bislang Stellen der Jugendsozialarbeit an Schulen lediglich an Haupt-, Berufs- und Förderschulen gefördert. Dies wird nach meiner festen Überzeugung künftig nicht mehr ausreichen. Ich halte das Angebot der Jugendsozialarbeit bereits an ausgewählten Grundschulen für nötig. Für eine entsprechende Ausweitung auch auf den Grundschulbereich werde ich mich deshalb im Landtag einsetzen. Denn Prävention ist immer besser als Reparation. Das Programm ‚Jugendsozialarbeit an Schulen' hat seinen Schwerpunkt denn auch auf der Prävention - deshalb sollten wir konsequent sein und das Programm schon möglichst früh und effektiv starten: also auch an den Grundschulen."

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