Pressemitteilung

Wirtschaft muss für den Menschen da sein
Dr. Norbert Röttgen beim Unternehmergespräch in Sulzemoos

Trotz des für Selbständige ungünstigen Termins am frühen Nachmittag folgten an die 100 Unternehmer aus den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck der Einladung von Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt zum Dialog mit dem Wirtschaftsexperten der Union, Dr. Norbert Röttgen, in den Regionalmarkt nach Sulzemoos.

Röttgen, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, skizzierte in seinem Vortrag zu Beginn der Veranstaltung das Spannungsfeld, in dem sich die Politik seit Ausbruch der Krise befinde. Einerseits seien gewaltige Einsätze des Staates erforderlich gewesen, um einen Kollaps der Finanzmärkte und damit des gesamten Wirtschaftssystems zu verhindern. Den Kapitalmarkt verglich Röttgen dabei mit dem Blutkreislauf eines Organismus: „Kommt er zum Stillstand, wird der gesamte Körper nicht mehr mit dem Lebensnotwendigen versorgt und bricht zusammen“, so der Wirtschaftsfachmann.

Andererseits dürfe die Politik aber weder Geld in ein Fass ohne Boden werfen noch sich zu einem dauerhaften Teilnehmer am Markt entwickeln. Stattdessen müsse der Staat Hüter des Marktes sein, für sein Funktionieren Sorge tragen und die Einhaltung der Regeln überwachen. Marktgläubiger Liberalismus sei dabei ebenso wenig richtig wie staatlicher Aktionismus. Gerade international biete die Krise aber die Chance, sich auf neue und bessere Regeln zu verständigen.

Nach dem Vortrag nutzten die Unternehmerinnen und Unternehmer die Gelegenheit zur Diskussion mit dem parlamentarischen Geschäftsführer Röttgen sowie mit Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt. Hasselfeldt betonte dabei, dass die Entscheidungen der Politik in den letzten Monaten nicht leichtfertig, sondern wohlüberlegt getroffen worden seien. Für den jetzt bevorstehenden Weg aus der Krise sei es unter anderem erforderlich, Leistungsbereitschaft und Motivation bei den Menschen zu unterstützen. Dafür sei auch die Steuerpolitik ein Ansatz.

Mehrere Gäste nutzten anschließend das Angebot zur Begehung eines von der Phoenix Solar AG errichteten Solarparks.

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