Pressemitteilung

Seidenath berichtet aus heutiger Sitzung des Landesgesundheitsrats: Impfraten im Landkreis Dachau unterdurchschnittlich – Appell, Impfungen ernst zu nehmen

"Die Impfraten im Landkreis Dachau liegen leicht unter dem bayerischen Durchschnitt. Dies muss uns Ansporn sein, hier aufzuholen. Denn schließlich geht es um die Gesundheit unserer Kinder", erklärte der Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Dachau, Bernhard Seidenath, nach der heutigen Sitzung des Landesgesundheitsrats.

Von den zum Schuljahr 2007/08 eingeschulten Kindern waren im Landkreis Dachau 96,8 Prozent gegen Diphterie geimpft - der bayernweite Schnitt liegt hier bei 97,4 Prozent. Gegen Tetanus waren es in Dachau 97,8 Prozent im Vergleich zu 98,2 Prozent bayernweit. Gegen Polio (Kinderlähmung) sind in Dachau 93,9 Prozent geimpft (bayernweit 95,7 Prozent), bei Keuchhusten sind es 89,5 Prozent (91,7), gegen Masern (mit mindestens zwei Impfungen) sind es 79,9 Prozent (81,7), gegen Mumps 89,1 und gegen Röteln 88,4 Prozent. Bayernweit liegen hier die Werte bei 92,5 und 92,3 Prozent. Gegen Hepatitis B waren lediglich 84,0 Prozent der 2007 eingeschulten Kinder aus dem Landkreis Dachau geimpft, im bayernweiten Schnitt waren es 87,4 Prozent.

"Die Impfraten in Dachau liegen also durch die Bank unter denen im bayernweiten Schnitt. Dabei haben Impfungen eine wichtige gesundheitspolitische Bedeutung. Bei allen Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (StIKO) empfohlen werden, überwiegen die Vorteile ganz eindeutig die Nachteile. Ohne Impfungen hätten beispielsweise nicht weltweit die Pocken ausgerottet werden können und hätte auch die Kinderlähmung, die noch vor 50 Jahren eine echte Geißel in unserem Land war, so stark hätte zurückgedrängt werden können", erklärte Seidenath und fügte hinzu: "Masernparties dagegen sind nichts anderes als Harakiri mit dem eigenen Kind. Insgesamt sind deshalb in erster Linie die Eltern gefragt, ihr Kind impfen zu lassen. Aber auch die niedergelassenen Ärzte sollten den Impfsta-tus eines jeden Kindes im Auge haben."

Der Landesgesundheitsrat Bayern, zu dessen Aufgaben die Beratung des Bayerischen Land-tags und der Bayerischen Staatsregierung zu allen Fragen des Gesundheitswesens gehört und dem Seidenath als stellvertretendes Mitglied angehört, befasste sich in seiner heutigen Sitzung gesondert mit dem Thema "Impfen". Der Rat beschloss dabei, zu diesem Thema einen eige-nen Ausschuss einzurichten, der unter anderem Vorschläge erarbeiten soll, wie die bayerische Bevölkerung noch besser über Impfen informiert werden kann, wie die Impfquoten in Bayern verbessert werden können und wie Vorbehalte gegen Impfungen abgebaut werden können.

zurück