Pressemitteilung

Hasselfeldt fordert anlässlich des Internationalen Frauentages Entgeltgleichheit

Die Beseitigung der gravierenden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern fordert Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich der Debatte zum Internationalen Frauentag. "Es ist richtig, dass dieses wichtige Thema in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wird", so die Abgeordnete. Erst kürzlich hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter Federführung von Hasselfeldt ein Positionspapier zur Bekämpfung der Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern beschlossen.

In allen europäischen Mitgliedstaaten verdienen Frauen weniger als Männer - im Durchschnitt 17,4 Prozent. In Deutschland beträgt der geschlechtsspezifische Lohnunterschied sogar 23 Prozent. Die Ursachen sind vielfältig. Sie beginnen bei der Ausbildungs- und Berufswahl von Frauen, über Erwerbsunterbrechungen während der Familienphase bis hin zu schlechteren Aufstiegschancen von Frauen. Im Ergebnis haben die Unterschiede negative Auswirkungen auf die Altersvorsorge von Frauen, bedeuten aber auch einen volkswirtschaftlichen Nachteil wegen fehlender Fachkräfte.

Das CDU/CSU-Positionspapier sieht hierfür einen Maßnahmenkatalog mit zehn konkreten Forderungen vor - darunter die Einführung eines freiwilligen Lohntests für Unternehmen oder die Ausweitung der Vätermonate sowie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So sei auf die Tarifparteien hinzuwirken, dass es für gesellschaftlich wichtige Berufe im sozialen Sektor zu einer besseren Bezahlung komme. Um die Aufstiegschancen von Frauen zu verbessern, soll beispielsweise die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex so ergänzt werden, dass eine höhere Repräsentanz von Frauen in Aufsichtsräten und auch in Vorständen gewährleistet werde. Nachholbedarf an weiblichen Führungskräften, ergänzt die Abgeordnete, gäbe es auch noch im öffentlichen Dienst, wenngleich sich in der Bundesregierung erfreulicherweise sechs Ministerinnen befinden.

"Um Chancengerechtigkeit für alle zu schaffen, muss das Ziel sein, die Ursachen der Lohnungleichheit an der Wurzel zu packen", betont Hasselfeldt. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen habe hier schon Beachtliches geleistet, diesen Kurs gilt es fortzusetzen. "Von der Union geht mit diesem Positionspapier ein gutes Signal anlässlich des diesjährigen Weltfrauentages aus", freut sich die Bundestagsvizepräsidentin.

zurück