Pressemitteilung

„Starke Schulen“ in Bayern

Schulen aus Odelzhausen, Neustadt an der Waldnaab und Rothenburg ob der Tauber werden für pädagogische Spitzenleistungen ausgezeichnet München, 11. März 2009. Die besten Schulen in Bayern, die zur Ausbildungsreife führen, sind die Volksschule Odelzhausen, die St. Felix Schule in Neustadt an der Waldnaab und die Valentin-Ickelsamer- Hauptschule in Rothenburg ob der Tauber. In München wurden die Schulen heute mit den Landespreisen des bundesweiten Schulwettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt und ist mit Preisgeldern von insgesamt 220.000 Euro dotiert.

Bundesweit beteiligten sich fast 600 Schulen an der aktuellen Ausschreibung, darunter 77 Schulen aus Bayern. Aus den Einsendungen ermittelte eine Jury mit Vertretern aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft die Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Bayern erstplatzierte Volksschule Odelzhausen nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei Bundessieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 5. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, der die Urkunden überreichte, sagte heute in München: "Die Volksschule Odelzhausen, die St. Felix Schule in Neustadt an der Waldnaab und die Valentin-Ickelsamer-Hauptschule in Rothenburg ob der Tauber stehen für die Leistungsfähigkeit von Lehrkräften und Schülern an Hauptschulen in Bayern. Es ist unser Ziel, dass alle Schüler die Hauptschule mit der Ausbildungsreife verlassen, damit sie so gut in den Beruf und ihr weiteres Leben starten können."

"Gerade vor dem Hintergrund der sich stark verändernden Schullandschaft freuen wir uns, dass sich so viele Schulen aktiv an dem Wettbewerb beteiligt haben. Die Qualität der Bewerbungen ist sehr hoch und zeigt, dass es vielen Schulen hervorragend gelingt, junge Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten", so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Wettbewerbspartner.

Für den ersten Preis erhält die Volksschule Odelzhausen (Grund- und Hauptschule) 5.000 Euro. Die Volksschule Odelzhausen kombiniert besonders vielfältige Aktivitäten im Rahmen der Berufsorientierung mit einem hohen Niveau der Leistungsanforderung. So werden die Schüler z.B. im Rahmen des schuleigenen Ausbildungsplatzkonzepts "AfOS" (Ausbildungsplätze für Odelzhausener Schüler) umfassend unterstützt. Auch die hohe Vernetzung mit der örtlichen Wirtschaft, dem Handwerk, Berufsberatern und Vereinen trägt dazu bei, dass fast alle Schüler nach Beendigung der Schule erfolgreich in einen Ausbildungsplatz vermittelt werden können. Zum Schulleben zählen außerdem zahlreiche Aktivitäten und AG-Angebote außerhalb des Unterrichts. Die Volksschule Odelzhausen zeichnet sich durch ein gutes Schulklima aus, das durch einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander geprägt ist.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhält die St. Felix Schule in Neustadt an der Waldnaab (Sonderpädagogisches Förderzentrum). "Mach' etwas aus dir" heißt das Motto der St. Felix Schule. Die Schüler werden planvoll und Schritt für Schritt in ihrer Berufs- und Lebensorientierung begleitet: Vom Kennenlernen der eigenen Potenziale über die Vorstellung möglicher Berufsfelder durch wöchentliche Berufsorientierungstage bis hin zum intensiv begleiteten Praktikum. Konzeptunterstützende Maßnahmen, z.B. aus dem Bereich der Erlebnispädagogik, ein Benimm- und Tanzkurs oder ein von Schülern selbst geleitetes Internetcafé helfen bei der Weiterentwicklung der sozialen Fähigkeiten und der Förderung der Selbstständigkeit. Ein breites Netzwerk aus Kooperationspartnern sowie der förderdiagnostische Prozess unterstützen diesen Ansatz und tragen dazu bei, die Chancen auf eine duale Ausbildung zu steigern.

Mit dem dritten Preis und 2.000 Euro wird die Valentin-Ickelsamer- Hauptschule in Rothenburg ob der Tauber ausgezeichnet. Die Schule legt großen Wert auf die individuelle und intensive Förderung der Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit ihrer Schüler. Das hohe Engagement der Schulleitung und einer eigenen, aus Sondermitteln finanzierten Berufsfindungsberaterin äußert sich in vielfältigen Initiativen, Projekten und berufspraktischen Angeboten. Die Schule genießt eine hohe Wertschätzung bei Kooperationspartnern und in der Region. Neben der Berufsorientierung werden auch vielfältige musische Angebote unterbreitet und gepflegt.

Die ersten Plätze in Bayern belegten:

1. Preis 5.000 Euro Volksschule Odelzhausen
2. Preis 3.500 Euro St. Felix Schule in Neustadt an der Waldnaab
3. Preis 2.000 Euro Valentin-Ickelsamer-Hauptschule in Rothenburg ob der Tauber
Ehrung Alois-Reichenberger-Volksschule in Kirchroth
Ehrung Frieden-Volksschule in Schweinfurt
Ehrung Albrecht-Dürer-Volksschule in Haßfurt
Ehrung Anni-Braun-Schule in München
Ehrung Grund- und Hauptschule in Partenkirchen
Ehrung Maximilian-Kolbe-Schule in Rimpar
Ehrung Volksschule Thalmässing

Ausgezeichnet wurden vor allem Schulen, die nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung betreiben, die sich in Netzwerke – auch mit außerschulischen Partnern – einbinden und denen es gelingt, auch unterschiedliche Schülergruppen gezielt zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt der Juryentscheidung lag auf der Förderung der Berufsorientierung und der Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Bei „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ konnten sich alle Hauptschulen und in Abstimmung mit den jeweiligen Ländern auch andere Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. Der Wettbewerb möchte pädagogische Spitzenleistungen auszeichnen, Schulen bei der Qualifizierung ihrer Schüler für die Ausbildungsreife unterstützen, Schulen miteinander vernetzen und das Innovationspotenzial der Schulen fördern. Die Gemeinnützige Hertie- Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Deutsche Bank Stiftung finanzieren den Wettbewerb gemeinsam.

Weitere Informationen:
Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Tel.: 069/66 07 56 155
JacobiC@ghst.de
www.StarkeSchule.ghst.de
Dr. Ludwig Unger
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Tel.: 089/2186 2106
ludwig.unger@stmuk.bayern.de

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