Pressemitteilung

Voruntersuchung für weitere Verbesserungen an der Anschlussstelle A8/B471 abge-schlossen - Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt informiert sich mit Bürger-meistern bei der Autobahndirektion

Die Ergebnisse einer Voruntersuchung zur Errichtung einer Direktrampe an der Autobahnan-schlussstelle A8/B471 liegen nun vor. Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt hat die betroffenen Bürgermeister Andreas Magg aus Olching und Simon Landmann aus Bergkirchen zur Besprechung der Untersuchungsergebnisse beim Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern, Paul Lichtenwald, eingeladen. Wenn durch eine weitere Verkehrszunahme die Leistungsgrenze der Autobahnanschlussstelle überschritten wird, so ist der Bau einer zusätzlichen Direktrampe erforderlich. Der Verkehr kann dann von München her direkt Richtung Dachau fließen.

Die Wahlkreisabgeordnete Hasselfeldt setzt sich seit langem für weitere Verbesserungen an der Autobahnanschlussstelle A8/B471 ein. Um die Notwendigkeit weiterer Verbesserungen zu überprüfen, hatte die Autobahndirektion Südbayern ein Gutachten in Auftrag gegeben. Präsident Lichtenwald hatte Hasselfeldt, die steten Kontakt mit der Behörde pflegt, angeboten, die Voruntersuchung in einem persönlichen Gespräch zu erläutern. Da die Notwendigkeit von Verbesserungen auch mit Entwicklungen und Vorhaben der Gemeinden Olching und Bergkirchen zusammenhängen, hat Hasselfeldt die dortigen Bürgermeister Magg und Landmann zu diesem Gespräch mit eingeladen.

Nach dem Bau der Rampe im Süd/West-Quadranten und der Ummarkierung der B 471 wer-de der Verkehr über die Anschlussstelle seit April 2008 nahezu störungsfrei abgewickelt. Allerdings könnte nach Aussagen von Professor Kurzak, der das Verkehrsgutachten erstellt hat, die Leistungsgrenze bei voller Auslastung des Gewerbeparks "GADA" und der Tank- und Rastanlage bald erreicht oder gar überschritten werden. Die Nordanbindung Olching (Direktanbindung der Müllverbrennungsanlage) würde die Situation zusätzlich verschärfen. Die Direktrampe sei Voraussetzung für eine langfristig ausreichende Leistungsfähigkeit der Anschlussstelle.

Nach Aussagen von Lichtenwald wäre der Ausbau zu einem Vollkleeblatt verkehrlich eine noch komfortablere Lösung. Da jedoch ein erheblicher Eingriff in ein FFH-Gebiet erforderlich ist, müsse nach einer möglichst schonenden Lösung gesucht werden. Dies sei eine Rampe, die das FFH-Gebiet nur am Rande tangiert. Um diesen Eingriff rechtfertigen zu können, müsse die zwingende verkehrliche Notwendigkeit der Maßnahme nachgewiesen werden. Bürgermeister Landmann wies darauf hin, dass noch in diesem Jahr zwei weitere große Unternehmen mit entsprechender Logistik im Gewerbepark GADA ihren Betrieb aufnehmen werden und dadurch zusätzliches Verkehrsaufkommen entstehe. Bürgermeister Magg wies auf die geplante Siedlungsentwicklung der Gemeinde Olching und den zusätzlich erwarteten Verkehr durch die Planungen auf dem Fliegerhorstgelände hin.

Bedeutung für die Verkehrsverhältnisse an der Anschlussstelle hat auch die seit langem von Olching angestrebte direkte Anbindung der Müllverbrennungsanlage an die B 471. Nach Aussagen von Professor Kurzak würde es dadurch zu einem Rückstau an der Ampel kommen. Ein reibungsloser Verkehrsfluss sei nur möglich, wenn der Verkehr von München direkt, also über einen zusätzlichen Anschlussast, in Richtung Dachau fließen kann. Die Gemeinde Olching hält den Direktanschluss für dringend erforderlich, da der LKW-Verkehr zur GfA durch Wohngebiete mit Schule und Kindergarten fließt und dort Gefährdungen und Belastungen verursacht. Problematisch ist dieser Direktanschluss jedoch, da die zu errichtende Verbindung das oben genannte FFH-Gebiet nicht nur tangiert, sondern durchschneidet.

Hasselfeldt und die beiden Bürgermeister haben sich darauf verständigt, bei den Naturschutzbehörden baldmöglichst zu sondieren, wie die Aussichten für eine Genehmigung eines Direktanschlusses der Müllverbrennungsanlage sind. Außerdem werden der Autobahndirektion im Laufe des Jahres Fakten bezüglich der Entwicklung im Gewerbegebiet GADA und in der Gemeinde Olching übermittelt. Wenn die gelieferten Zahlen die Notwendigkeit eines weiteren Anschlussastes rechtfertigen - was nicht bezweifelt wird - kann nach Aussagen von Präsident Lichtenwald die Planung der Direktrampe in Angriff genommen, im Herbst nächsten Jahres das Planfeststellungsverfahren eingeleitet und etwa 2012 mit dem Bau begonnen werden. Für die Maßnahme werde mit Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro gerechnet. Eine Finanzierung aus Mitteln des Konjunkturpakets II sei nicht möglich, da das Projekt im vorgeschriebenen Zeitrahmen nicht realisiert werden kann.

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