Pressemitteilung

Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft: Johann Mösl als Vorsitzender bestätigt
Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt: Nur die CSU vertritt die Belange der Landwirtschaft

Unter der Wahlleitung von Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt wurde Johann Mösl erneut zum Vorsitzenden der Dachauer CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) gewählt. Als seine Stellvertreter fungieren Peter Großmann-Neuhäusler und Maria Riedlberger. Neben der neu gewählten Schriftführerin Walburga Look gehören der Vorstandschaft als Beisitzer Christian Huber aus Sulzemoos, die Kreisbäuerin Rosmarie Böswirth, Hubert Oberhauser aus Hilgertshausen, Stefan Sedlmair aus Röhrmoos, Simon Reichlmair und Annemarie Wackerl aus Markt Indersdorf sowie Wolfgang Offenbeck und Wolfgang Mühlich aus Karlsfeld an.

Bei seinem Rechenschaftsbericht zeigte Mösl sich stolz, dass bei den Kommunalwahlen die Landwirte neun der 28 CSU-Sitze für den Kreistag errungen haben. Für Hasselfeldt beweist dies, dass diese Kandidaten in der Bevölkerung des Landkreises tief verankert seien. Als sehr bedenklich schilderte der Vorsitzende die Lage der heimischen Landwirtschaft. Massive Probleme würden die niedrigen Milch- und Getreidepreise bei gleichzeitigem Anstieg der Kosten für die Betriebsmittel verursachen. Die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hohe Agrardieselbesteuerung bedeute einen Wettbewerbsnachteil. Mösl stellte heraus, dass ohne die Beharrlichkeit der CSU die Erbschaftssteuerregelung für viele bayerische Betriebe nachteilig ausgefallen wäre. Auch die Anhebung der Vorsteuerpauschale sei ein Verdienst der CSU gewesen. Hasselfeldt merkte an, dass die Landwirtschaft in der Politik keine große Lobby habe. Die einzige Partei, die die Belange der Landwirtschaft vertrete, sei die CSU. "Wenn es Fehlentwicklungen in der Landwirtschaftspolitik gibt, wird aber auch nur die CSU dafür verantwortlich gemacht", so die Wahlkreisabgeordnete. Bezüglich der Agrardieselbesteuerung übte sie heftige Kritik am Koalitionspartner SPD, der eine Reduzierung dieser wettbewerbsschädlichen Steuer bis heute verhindert.

Im Hinblick auf die Milchquotenregelung wies die Bundestagsvizepräsidentin auf die Komplexität der EU-Beschlüsse und den immer größer werdenden Einfluss der EU hin. Um die Bedeutung der Europapolitik für die Bürger erkennbarer zu machen, müsste die Berichterstattung in den Medien transparenter werden. Da die CSU als einzige Partei über eine eigene Landesliste verfüge, könne nur sie als geschlossene Gruppe die speziellen Anliegen Bayerns, wie zum Beispiel der bäuerlichen Landwirtschaft vertreten. Vor diesem Hintergrund appellierte Mösl an seine Berufskollegen, keine Stimme zu verschenken. Nach einem intensiven Austausch über die Stimmung in der Landwirtschaft und an der CSU-Basis rief Mösl die Mitglieder der AGL dazu auf, sich in der CSU einzubringen, damit ihre Interessen vertreten werden. "Wenn wir die Plätze nicht besetzen, tun es andere", so der Vorsitzende. Im Bezug auf die Bundestagswahl hält Mösl eine rot-rot-grüne-Koalition nicht für abwegig, deshalb müssten die Kräfte gebündelt werden, um diese Konstellation zu verhindern.

AGL-Mitglied und BBV-Kreisobmann Anton Kreitmair dankte Mösl für die gute Zusammenarbeit mit dem Bauernverband im Interesse der Landwirtschaft.

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