Pressemitteilung

Perspektive für Heilpädagogischen Fachdienst im Landkreis Dachau

Eine mögliche Perspektive für den Heilpädagogischen Fachdienst haben der Dachauer Stimmkreisabgeordnete Bernhard Seidenath, Landrat Hansjörg Christmann und die Caritas-Geschäftsführer Axel Hannemann und Michael Geiben in Dachau aufgezeigt. Der Landkreis hatte 2009 beschlossen, nach zehn Jahren zum Juni 2010 aus der Finanzierung auszusteigen. Christmann betonte, dass die Heilpädagogischen Fachdienste eine wertvolle Unterstützung für die Kindertageseinrichtungen darstellen. Der Landkreis habe hier über die Jugendhilfe ein Jahrzehnt „Anschubhilfe“ geleistet. „Diese Aufgabe und ihre Finanzierung kann jedoch nicht dauerhaft bei den Landkreisen liegen. Vielmehr muss eine verlässliche Finanzierungsperspektive in der Struktur der Kindertagesbetreuung entstehen“, so der CSU-Landrat.
Eine solche Perspektive könnte die Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) darstellen. Ein entsprechender Entwurf wird derzeit von der CSU-Landtagsfraktion vorbereitet. Im BayKiBiG muss auch die Finanzierung der Heilpädagogischen Fachdienste geregelt werden“, erklärte Bernhard Seidenath und fasste mit diesen Worten Gespräche zusammen, die der Leiter des Dachauer Jugendamts Ulrich Wamprechtshammer, Axel Hannemann, Michael Geiben und er vor kurzem im Bayerischen Sozialministerium geführt hatten.

„Der Heilpädagogische Fachdienst trägt wesentlich dazu bei, durch fundierte Diagnostik und kompetente Beratung der Fachkräfte für Kinder mit Entwicklungsrisiken frühzeitig die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Ich bin sehr erleichtert, dass diese Perspektive erhalten wird. Zumal sie Voraussetzung dafür ist, dem Grundgedanken der Inklusion folgend den Verbleib der Kinder in Regeleinrichtungen abzusichern. Das ist den betroffenen Eltern ein wichtiges Anliegen“, betonte Michael Geiben, zuständiger Geschäftsführer des Fachdienstes in Dachau.

„Unser Angebot hat sich seit mehr als zehn Jahren bewährt und ist ein wichtiger Baustein unseres Hilfesystems“, betonte Hannemann und fügte hinzu: „Wir haben uns hier als Caritas – auch finanziell – stark engagiert und werden dies auch weiterhin tun.“

Landrat Hansjörg Christmann zeigte sich erfreut, dass Bewegung in die Sache gekommen ist und sich nun eine greifbare Perspektive für das Weiterbestehen dieses Angebots abzeichnet. Die Entscheidung darüber, ob sich der Landkreis Dachau an einer Brückenfinanzierung bis zum 31.12.2010 beteiligt, liegt nun bei den Kreisgremien.

„Wer schnell hilft, hilft doppelt: Das gilt für effektive Hilfe für Kindertageseinrichtungen durch diesen Fachdienst, das gilt aber auch für eine entsprechende Förderung schon bei den Kleinsten. Je früher wir helfen können, desto besser sind die Perspektiven für ein gelungenes Aufwachsen unserer Kinder“, erklärte Seidenath abschließend.

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