Pressemitteilung

Frühschoppen der Dachauer Jungbauernschaft: Hasselfeldt diskutiert, was Jungbauern auf den Nägeln brennt

Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt war beim Frühschoppen der Dachauer Jungbauernschaft in Rumeltshausen zu Gast. In angeregter Runde diskutierte die Politikerin mit deren Vertretern, darunter dem Vorsitzenden der Jungbauernschaft, Josef Kari, sowie mit BBV-Obmann Anton Kreitmair und Kreisbäuerin Rosmarie Böswirth brisante Themen.

Dass Politik auch transparent gestaltet werden kann, bewies Hasselfeldt, indem sie auf die derzeit "schwierige Koalitionspolitik" einging und etwa über das Zustandekommen der Mehrwertsteuersenkung in der Hotellerie informierte. Desweiteren erläuterte sie Hintergründe, weshalb EU-Ausgleichszahlungen an Landwirte im Internet offengelegt werden müssen.

Zwischen Verbänden und Politik sei angesichts der Politikverdrossenheit, die die Jungbauernschaft ansprach, ein intensiver Dialog notwendig. "Wer sich in einer Demokratie nicht zu Wort meldet, kann auch nichts verändern", sagte die Politikerin und betonte, dass die Belange der Landwirtschaft besonders berücksichtigt werden müssten. Beispielhaft nannte sie die Erbschaftssteuer, die in der Landwirtschaft bereits Auswirkungen zeige. Ein anderes Anliegen, für das sich Hasselfeldt bereits in der Vergangenheit stark machte, ist zudem das kontrovers diskutierte Thema Agrardiesel. "Hier haben wir schon viel erreicht." So ist eine unbefristete Aussetzung des Selbstbehalts und der Obergrenze geplant.

Den Fragen der Jungbauern hörte Hasselfeldt aufmerksam zu. Auf den Nägeln brennt vor allem die Anmeldung von Terminen für die Gülleausbringung, das Anhängeverbot bei Rindern, die Nulltoleranzgrenze für gentechnikfreie Futtermittel oder die Wiederbelebung des Marktes für Biokraftstoffe.

Bezüglich des Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) und der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom sagte Hasselfeldt: "Die Gesetzesnovellierung wurde notwendig, da die Photovoltaik-Module nun preisgünstiger sind und die Rendite unverhältnismäßig hoch ist." Sie verwies auf die unterschiedlichen Interessen und Forderungen, die vereint werden müssten. Hasselfeldt geht davon aus, dass in der parlamentarischen Beratung bei der Freiflächenregelung noch Veränderungen vorgenommen werden.

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