Pressemitteilung

Seidenath und Güll beeindruckt von Mannheimer-Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte: „Hommage an einen großartigen Menschen“

„Beeindruckt und berührt“ zeigten sich die beiden Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Dachau, Bernhard Seidenath und Martin Güll, am vergangenen Sonntag nach ihrem Besuch der Ausstellung „… ich male nur für mich.“ von Werken von Max Mannheimer in der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Seit 1954 malt Max Mannheimer – seit Mitte der Sechziger Jahre unter seinem Künstlernamen Ben Jakov. Anlässlich seines 90. Geburtstags im Februar widmete ihm die KZ-Gedenkstätte eine Ausstellung einiger seiner Werke. Konzipiert und organisiert wurde sie von der Historikerin und Kunsthistorikerin Dr. Michaela Haibl, die die beiden Abgeordneten auch durch die Ausstellung begleitete.

„Das Malen war und ist für Max Mannheimer ein Weg, sich von den erlittenen Traumata abzulenken. Konsequent kommt es für ihn auf den Prozess des Schaffens, auf das Malen an, und nicht auf das Ergebnis. Gleichwohl gehen einem seine Bilder mit ihrer Wucht und Ausdrucksstärke nahe. Und sie geben auch Einblick in sein Seelenleben, etwa durch das Bild, das Max Mannheimer als ‚Taucher‘ interpretiert, in denen der Betrachter aber auch gut zwei Menschen am Galgen erkennen könnte. Oder durch die dunklen Farben vieler seiner Bilder. Oder auch durch das von ihm gewählte Pseudonym ‚Ben Jakov – Sohn des Jakob‘, das die Verbindung zu seinem Vater wachhält, der wie der größte Teil seiner Familie in Auschwitz ermordet wurde“, fasste Seidenath seine Eindrücke zusammen.

„Mich fasziniert immer wieder, mit welcher Offenheit, ja Fröhlichkeit Max Mannheimer den Menschen begegnet. Er ist nicht verbittert. Vielleicht kann er deshalb auch mit der Kunst so kreativ und entspannt umgehen. In jedem seiner Bilder spürt man seine Freude am Experimentieren“, ist Güll begeistert von der Person Max Mannheimer und seinen Werken.

„Diese Ausstellung ist eine Hommage an einen großartigen Menschen“, waren sich beide Abgeordneten einig. Sie ist noch bis zum 14. April in der KZ-Gedenkstätte zu sehen.

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