Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: DGB-Chef Matthias Jena verhöhnt Opfer der Nazi-Diktatur – Rücktritt unausweichlich

„Sehr befremdet“ über die gestrige Rede des bayerischen DGB-Chefs Matthias Jena in der KZ-Gedenkstätte Dachau zeigte sich Bernhard Seidenath, der direkt gewählte Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau. Jena hatte die heutige Zuwanderungspolitik in Zusammenhang mit der Selektion durch die Nationalsozialisten gebracht.

„Gegen Diskussionsbeiträge zur aktuellen Integrations- und Zuwanderungsdebatte hat niemand etwas. Die Zuwanderungspolitik aber in die Nähe der jedes menschliche Fassungsvermögen übersteigenden Gräueltaten der Nazi-Diktatur zu rücken, ist geschmacklos. Das verhöhnt die Millionen Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft. Dem Gedenken an die Opfer hat Jena jedenfalls – entgegen der Intention seiner eigenen Veranstaltung – alles andere als einen Dienst erwiesen.“

„Wer so eklatant jeden Maßstab für geschichtsbewusstes Denken und politisch anständiges Argumentieren vermissen lässt, hat das Vertrauen der bayerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verwirkt. Die Forderung nach Rücktritt wird deshalb von den Medien zu recht erhoben“, so der CSU-Abgeordnete Seidenath, der an der Veranstaltung persönlich teilgenommen hatte.

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