Pressemitteilung

CSU Haimhausen besuchte Schlesien

Berührungen mit Geschichte, Kultur, Heimat und Sagen
von Helmut Horn

Die alljährliche traditionelle Mehrtagesreise der CSU Haimhausen führte in diesem Jahr Anfang September nach Niederschlesien ins Riesengebirge. Es war die 18. Reise, die Altbürgermeister und CSU-Ehrenvorsitzender Franz Laumbacher gewohnt hervorragend organisiert hatte.

Das Reiseziel der 26 Besucher aus Haimhausen war Hirschberg (polnisch Jelina Gora) am Fuße der Schneekoppe. Sie ist mit 1602 m nicht nur die höchste Erhebung des Riesengebirges, sondern auch der höchste Berg der Sudeten und Tschechiens. Über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien. Der Gipfel selbst liegt weit oberhalb der Baumgrenze.

Unterwegs informierte Hans-Dieter Cramer über seine Heimatstadt Görlitz. Und Eberhard Scholz, der im Alter von zehn Jahren seine schlesische Heimat verlassen musste, berichtete detailliert über Land und Leute Schlesiens.

Die Unversehrtheit des historischen Kerns von Hirschberg zeigte ein Stadtrundgang unter kundiger Führung. Eine Fahrt nach Agnetendorf zur Wirkungsstätte von Gerhart Hauptmann, dem deutschen Dramatiker, Schriftsteller und Literatur-Nobel-Preisträger, schloss sich an.

Stabholzkirchen sind eigentlich nur aus den skandinavischen Ländern bekannt. Die mittelalterliche Holzkirche in Krummhübel wurde im 12. Jh. in Südnorwegen erstellt. Dank der Bemühungen einer Gräfin wurde die Kirche ins Riesengebirge versetzt und am 28. Juli 1844 feierlich eingeweiht.

Ein Tagesausflug führte nach Schweidnitz, das zu den attraktivsten Städten des heutigen Polen gehört. In der Nähe von Waldenfels liegt Schloss Fürstenstein, in dem das niederschlesische Kulturzent-rum untergebracht ist. Einen Besuch stattete die Gruppe auch Gut Kreisau ab, einer Stätte des Widerstandes um Graf Stauffenberg. Zur Kaffeepause auf Schloss Lomnitz begrüßte die Besitzerin, Frau von Küster, die Haimhauser persönlich. Sie hat das Schloss ihrer Vorfahren vor einigen Jahren wieder erworben, gekonnt renoviert und zu einem sehr reizvollen und gepflegten Hotel umgebaut. "In meiner Krone fehlt eine Perle" soll Kaiserin Maria Theresia nach dem Verlust Schlesiens an Preußen gesagt haben. Wenn man Schlesien besucht hat, versteht man dies.

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