Pressemitteilung

Modellschule Mittelschule Karlsfeld nimmt Gestalt an: Kultusminister Dr. Spaenle genehmigt 9+2-Modell an der Mittelschule Karlsfeld und ermöglicht für diese Schüler eine zusätzliche Prüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an der Realschule Dachau

"Die Mittelschule Karlsfeld gewinnt als Modellschule immer mehr Konturen. Bereits zum neuen Schuljahr 2011/12 können Schülerinnen und Schüler eine "9+2"-Klasse besuchen", gab der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, heute in Dachau bekannt. Gemeinsam mit Rektor Peter Wummel und Bürgermeister Stefan Kolbe hatte er sich für das "9+2"-Modell an der Mittelschule Karlsfeld eingesetzt.
"Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute seine Genehmigung ab dem kommenden Schuljahr erteilt. Somit kann den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnet werden, sich am Ende ihrer Ausbildung zusätzlich freiwillig Prüfungen der Realschule zu unterziehen", teilte Seidenath mit.

Im vergangenen Jahr hatte der Kultusminister persönlich ein so genanntes "9-plus 2"-Modell für Karlsfeld genehmigt. Nach dem Hauptschulabschluss sollen die Schülerinnen und Schüler dort in zwei Jahren auf den mittleren Schulabschluss vorbereitet werden. "Und zwar auf Realschulniveau. In mühevoller Kleinarbeit hat das Lehrerkollegium von Rektor Peter Wummel zusammen mit Lehrern der Dachauer Realschule hierzu einen detaillierten Lehrplan ausgetüftelt. Am Ende ihrer elfjährigen Schulzeit werden die Schülerinnen und Schüler deshalb die vollständige Prüfung zum mittleren Schulabschluss der Mittelschule ablegen - und können sich wenige Wochen später freiwillig in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch der bayernweiten Realschulprüfung an der Realschule Dachau zum Nachtermin stellen. Dafür hat Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle heute den Weg frei gemacht", erläuterte Seidenath und fügte hinzu: "Dies zeigt einmal mehr, wie flexibel das bayerische Schulsystem auf die individuellen Problemlagen zugeschnitten ist und auf die Bedürfnisse vor Ort eingeht. Ich halte dies für beispielgebend und für eine gewaltige Aufwertung des Schulstandorts Karlsfeld."

Auch Bürgermeister Stefan Kolbe lobte die gefundene Lösung in hohen Tönen: "Damit wird die Mittelschule Karlsfeld zu der attraktiven Lösung, die wir immer haben wollten und für die sich das Lehrerkollegium vor Ort so intensiv eingesetzt hat. Ich freue mich sehr und danke dem Kultusminister für seine pragmatische Lösung."

Der Unterricht in der "9+2"-Klasse erfolgt hierbei in enger Abstimmung mit Lehrern der Realschule Dachau und wird teilweise sogar von diesen erteilt. Derzeit haben sich 17 Schülerinnen und Schüler für das neue Angebot entschieden - Tendenz steigend.

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