Pressemitteilung

Flurbereinigungsdenkmal in Amperpettenbach eingeweiht - Seidenath: "Würdiger Abschluss nach mehr als 40 Jahren"

Ein Denkmal zur Erinnerung an die Flurbereinigung aus den Jahren 1968 bis 1972 ist in Amperpettenbach aufgestellt und eingeweiht worden. "Nach mehr als 40 Jahren ist dies ein würdiger Abschluss der hiesigen Flurbereinigung. Ich danke den Initiatoren des Denkmals, Josef Langenegger und Helmut Horn, von Herzen. Ohne sie beide gäbe es das Denkmal heute nicht", erklärte der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath.

Anders als in vielen anderen Orten des Landkreises hatte in Haimhausen bisher nichts an die Flurbereinigung der Jahre 1968 bis 1972 erinnert, an der die sechs Orte Amperpettenbach, Haimhausen, Hörgenbach, Oberndorf, Sulzrain und Westerndorf beteiligt gewesen waren.
Sechs Mitglieder hatte seinerzeit die Vorstandschaft der Flurbereinigung. Drei davon leben noch und wohnten sämtlich der Zeremonie bei: Josef Langenegger, der örtliche Beauftragte aus Westerndorf; Josef Ausfelder, Amperpettenbach, und Franz Wildgruber aus Hörgenbach. Bereits verstorben sind Georg Mayerbacher, Haimhausen, Josef Weinsteiger, Oberndorf, und Peter Zigldrum aus Sulzrain. Eine besondere Ehre war die große Zahl an Ehrengästen, die an der Einweihungszeremonie durch Pastoralreferent Bernhard Skrabal und Pfarrerin Karin Kitt-laus teilnahm. So war der Präsident des Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern, Georg Raum, eigens aus München angereist. Er sagte auch spontan zu, die Druckkosten für eine Dokumentation der Haimhauser Flurbereinigung zu bezuschussen.

Die Initiatoren, Josef Langenegger und Helmut Horn, waren sich von vornherein einig, dass sich das neue Haimhauser Denkmal von den im Landkreis Dachau bisher vorhandenen in Form und Ausfüh-rung unterscheiden sollte. Die Wahl fiel deshalb auf eine sechseckige Stele aus Bayerwald-Granit, die auf jeder Sechseckseite den Namen eines der beteiligten Orte trägt. "Nach oben verjüngt sich die Sechseckstele zu einem Dreieck. Die Dreiecksflächen enthalten die Sonnenuhr sowie die Beschriftun-gen ‚Gott erhalte unsere Fluren' und ‚Flurbereinigung 1968 - 1972'. Auf der Oberseite wird durch den Schattenwurf des Zeigers die Sommersonnenwende (SSW = Sommeranfang), Wintersonnenwende (WSW = Winteranfang) und die Tag- und Nachtgleiche (TGL = Frühlings- und Herbstanfang) ange-zeigt", erläuterte Helmut Horn und fügte hinzu: "Die Sonnenuhr zeigt dabei die wahre Ortszeit an, bezogen auf den Längengrad des Aufstellungsortes (11° 19" 59'). Die wahre Ortszeit der Sonnenuhr geht ca. 14 min nach im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Der Zeiger der Sonnenuhr ist eine Edelstahlplatte, die unter normalen Bedingungen, im Gegensatz zu einem Schattenstab, nicht zer-stört werden kann." Neben dem Denkmal hat der Haimhauser Bauhof eine Bank aufgestellt. "Direkt neben dem neuen Radweg zwischen Amperpettenbach und Haimhausen gelegen, ist dies ein weiterer schöner Platz zum Verweilen geworden, der unsere Gemeinde auch optisch weiter aufwertet", waren sich alle Anwesenden einig.

Helmut Horn erläuterte schließlich die lange Zeitspanne von 40 Jahren, die zwischen dem Beginn der Flurbereinigung und der Aufstellung des Denkmals lag: "Bei der Flurbereinigung hatten die beteiligten Landwirte bereits den Grund für die Kreisstraße als Umgehungsstraße für Sulzrain und Amperpettenbach abgetreten. Erst mit der Herstellung des Kreisverkehrs in Amperpettenbach und des Geh- und Radwegs zwischen Haimhausen und Amperpettenbach im Jahre 2009 fand die gesamte Maßnahme ihren Abschluss. Damit war auch die Zeit reif für das Denkmal."

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