Pressemitteilung

Berufsausbildung – Start des Nachvermittlungszeitraums
Unzeitig und Seidenath besuchen Ausbildungsbetrieb Metzgerei Braun in Wiedenzhausen – Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau Unikat und gutes Beispiel für neue Wege – Seidenath appelliert an Betriebe: „Auch schwächeren Jugendlichen Chancen geben!“

„Ausbildungsanstrengungen sind von höchstem Wert: für die Jugendlichen – denn für sie ist eine fundierte Ausbildung die beste Garantie für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben. Aber auch für die Betriebe selbst – denn in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels wird es für die Unternehmen immer bedeutender, selbst für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen“, erklärte der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, heute am Beginn des neuen Ausbildungsjahres.

Zusammen mit Christine Unzeitig, Kreisvorsitzende der Mittelstands-Union und stellvertretende Vorsitzende des IHK-Gremiums Dachau-Fürstenfeldbruck der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern, besuchte Seidenath jüngst einen vorbildlichen Ausbildungsbetrieb im Landkreis: die Metzgerei Braun in Wiedenzhausen.

Bei Firmenchef Werner Braun, zugleich Obermeister der Metzger-Innung Dachau, haben zum neuen Ausbildungsjahr drei Auszubildende ihre Lehre begonnen: ein Metzger, ein Koch und eine Veranstaltungskauffrau. „Das Besondere daran ist, dass hier die Ausbildung im Bereich sowohl der Handwerkskammer (HWK) als auch der IHK läuft“, erläuterte Unzeitig und fügte hinzu: „Die Metzgerei unterfällt der HWK, die Gaststätte dagegen der IHK – und Carina Hanisch als auszubildende Veranstaltungskauffrau absolviert ihre Ausbildung gleich in beiden Kammerbereichen gemeinsam – im Bereich der Gaststätte und der Metzgerei. Damit ist sie derzeit ein absolutes Unikat im Landkreis, eine echte Besonderheit! Und ein gutes Beispiel dafür, dass sowohl Betriebe als auch Lehrlinge neue Wege gehen müssen.“ „Carina Hanisch wird zum einen Verkäuferin sein, aber zugleich Catering und Events planen und diese kaufmännisch abwickeln können. Dies macht das Berufsbild wertiger“, betonte Werner Braun.

Werner Braun beschäftigt derzeit 35 Mitarbeiter: 28 im Bereich der Metzgerei, sieben in der Gaststätte. „Wie gut die Ausbildung in Wiedenzhausen ist, zeigt der letzte Auszubildende Andreas Jais: er wurde Oberbayern-Sieger im Leistungswettbewerb der Metzger In der Tat kann man von der familiären Atmosphäre hier beeindruckt sein“, erklärte Seidenath.

"Im Landkreis Dachau waren Ende August noch 58 Bewerber unversorgt und 113 Lehrstellen unbesetzt. Damit kommen in Dachau knapp zwei unbesetzte Berufsausbildungsstellen auf einen unversorgten Bewerber. Im nun begonnenen und so wichtigen Nachvermittlungszeitraum muss es darum gehen, schwächere Jugendliche in Ausbildung und damit in den ersten Arbeitsmarkt bringen. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung dürfen wir auf kein Talent verzichten. Jeder junge Mensch hat eine Chance verdient! Ich appelliere deshalb an alle Unternehmen im Landkreis, auch auf schwächere Jugendliche zu setzen und sie mit ins Boot zu holen. Auch der Freistaat hilft, wo er nur kann und fördert mit dem Programm 'Fit for Work' Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche schaffen ", betonte Seidenath.

"Am 30. September hat die dreimonatige Antragsfrist für die betriebsbezogenen Maßnahmen des Förderprogramms zu laufen begonnen. Mein Appell geht daher an die Betriebe: Nutzen Sie jetzt die Chance und stellen Sie rechtzeitig einen Antrag! Gezielt werden heuer zum Beispiel Betriebe gefördert, die Altbewerber, also Abgänger aus allgemeinbildenden Schulen früherer Jahre, zusätzlich ausbilden", teilte der Abgeordnete mit. Die aktuellen Richtlinien für das Förderprogramm sind im Internet unter www.stmas.bayern.de/arbeit/bildung/fitforwork11.htm abrufbar.

Das Foto zeigt (von links): Werner Braun, Christine Unzeitig, Bernhard Seidenath, Auszubildende Carina Hanisch und Elisabeth Braun.

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