Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Über Organspende informieren, sich entscheiden und dies dokumentieren – dies ist der lebensrettende Dreiklang

„Jede Organspende kann Leben retten“, betont Bernhard Seidenath, Sprecher für bioethische Fragen der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Daher begrüßt Seidenath angesichts des enormen Mangels an gespendeten Organen den Vorschlag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), die Krankenkassen zu verpflichten, ihre Versicherten bei der bevorstehenden Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte über die Organspende zu informieren und zu einer Erklärung über die Spendenbereitschaft aufzufordern. „Möglichst jeden über die Möglichkeiten der Organspende zu informieren, ihn zu einer Entscheidung aufzufordern und diese zu dokumentieren – dies ist ein lebensrettender Dreiklang und ein wichtiges gesundheitspolitisches Ziel“, erklärte Seidenath.

Dem Vorschlag des BMG zufolge können die Versicherten dabei einer Organspende zustimmen, sie ablehnen oder erklären, dass sie sich zunächst nicht entscheiden möchten. Die Antwort soll in einem Organspendeausweis, den die Krankenkassen ausgeben, dokumentiert werden. Zudem sollen die Krankenkassen qualifizierte Ansprechpartner für Fragen zur Organspende zur Verfügung stellen. „Am zielführendsten wäre, wenn die Entscheidung direkt auf der elektronischen Gesundheitskarte vermerkt werden könnte. Hier sollten sich Möglichkeiten finden lassen, die auch den datenschutzrechtlichen Anforderungen Genüge tun. So oder so, ob auf der Gesundheitskarte oder im begleitenden Organspendeausweis: Entscheidend ist, dass sich möglichst jeder mit der Frage der Organspende befasst. Dies ist wichtig, denn bislang wollen sich viele Menschen mit dieser lebenswichtigen Frage überhaupt nicht beschäftigen“, erklärte Seidenath und fügte hinzu: „Unabhängig von den aktuellen Diskussionen über Zustimmungs- oder Widerspruchslösungen kommen wir mit einer solchen breit angelegten Aufklärungskampagne unserem Ziel, die Zahl der gespendeten Organe zu erhöhen, deutlich näher. Dies ist wichtig für uns alle, denn Organspende rettet Leben – vielleicht auch einmal Ihr eigenes!“

zurück