Pressemitteilung

Mitglieder der Energiekommission des Landtags bei Ziegelei Hörl und Hartmann zu Gast

Gleich in dreierlei Hinsicht ist eine Ziegelei für die Energiewende interessant. Davon konnten sich die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Markus Blume als Mitglieder der Energiekommission des Bayerischen Landtags bei einem Besuch der Ziegelei Hörl und Hartmann in Pellheim überzeugen. Im Gespräch mit Ziegelei-Chef Anton Hörl, das auf Einladung des Dachauer Stimmkreisabgeordneten im Landtag, Bernhard Seidenath, zustande kam und an dem auch Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann teilnahm, wurde die dreifache Dimension klar: sowohl bei der Isolierung neu gebauter Häuser als auch beim Einsatz der Energie zur Produktion sowie bei der Nutzung der Abwärme spielt eine Ziegelei für die Energiewende eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Wie Anton Hörl den Besuchern erläuterte, ist ein Ziegel heute ein High-Tech-Produkt, das - etwa mit einer Mineralgranulat-Füllung, die insbesondere aus Basalt besteht - hohen und höchsten Anforderungen an seine Wärmedämmungsfähigkeiten genügt. Dies ist wichtig für jeden Einzelnen, um Heizenergie zu sparen.
Die Produktion von Ziegeln ist zugleich ein energieintensiver Vorgang. Anton Hörl berichtete, dass seine Ziegelei hierzu bisher Butangas und schweres Heizöl nutze. Die Energiekosten seien für ein mittelständisches Unternehmen aber einer der entscheidendsten Faktoren. Zugleich müsse die Umweltverträglichkeit höchsten Ansprüchen genügen.
Zum dritten fragten die drei Abgeordneten und Bürgermeister Landmann interessiert nach, ob und wie denn die bei der Produktion anfallende Restwärme genutzt werde. Schließlich würden während des Brennens Temperaturen von über 900 Grad erreicht. Anton Hörl erläuterte, dass die Abwärme dazu genutzt werde, die Ziegel-Rohlinge vor dem Brennvorgang zu trocknen. Die Wärme reiche anschließend nicht mehr aus, um beispielsweise Strom zu erzeugen. Zudem sei die zurückbleibende Warmluft anschließend so mit Feuchtigkeit gesättigt, dass eine energetische Nutzung - außer allenfalls zur Züchtung von Aalen - kaum noch möglich sei. Die Ziegelei-Wirtschaft habe aber ein hohes Interesse daran, Restenergie zu nutzen. Bislang habe hier allerdings noch kein Durchbruch erzielt werden können.

Die drei Abgeordneten und Simon Landmann zogen anschließend beeindruckt Resümee: "Das Beispiel von Hörl und Hartmann zeigt, dass schon heute sehr genau hingeschaut wird, wie Energie möglichst effektiv eingesetzt werden kann. Hier gibt es viele Stellschrauben, die alle im Einzelnen bedacht sein wollen. Hier in Pellheim kann man sehen, wie es geht!"

Das Foto zeigt (von links) Simon Landmann, Tobias Reiß, Bernhard Seidenath, Anton Hörl und Markus Blume in Pellheim mit dem Schnittmuster eines Ziegels der neuesten Generation.

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