Pressemitteilung

S-Bahn-Verbindungen in der Metropolregion München müssen attraktiver werden - die Zweite Stammstrecke bleibt das Ziel

"Der Metropolregion München - der Landeshauptstadt mit den acht umliegenden Landkreisen, darunter Dachau - droht der Verkehrsinfarkt. Ohne eine Steigerung der Attraktivität des Schienen-Personen-Nahverkehrs wird auch und gerade der Landkreis Dachau - allen voran die Gemeinde Karlsfeld und die Große Kreisstadt Dachau - im Verkehr ersticken. Das Münchner S-Bahn-System kann uns davor bewahren - hierzu aber ist die Zweite Stammstrecke unverzichtbar. Dies ist Konsens. Es wird nun weiter nach Möglichkeiten für ihre Finanzierung gesucht." Mit diesen Worten fasste der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, das Spitzengespräch bei Ministerpräsident Horst Seehofer zusammen, das gestern in der Staatskanzlei stattgefunden hat.

Zusammen mit Landrat Hansjörg Christmann hatte sich Seidenath vehement für die Interessen des Landkreises Dachau und seiner Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Mit Erfolg: Es bleibt beim Ministerratsbeschluss vom 23. März 2010, in dem ein Konzept für den Bahnknoten München - inklusive der Zweiten Stammstrecke - beschlossen wurde. "Alle Beteiligten werden sich nachhaltig für eine Schließung der bestehenden Finanzierungslücke einsetzen, insbesondere durch Gespräche mit dem Bund. Am einfachsten wäre es, wenn die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern dem Bund 700 Millionen Euro seines Finanzierungsanteils von insgesamt 903 Millionen Euro vorfinanzieren würden. Der Freistaat ist hierzu bereit und hat schon seit längerem zugesagt, dem Bund 350 Millionen Euro vorzuschießen. Anders als der Münchner Oberbürgermeister (OB). Ministerpräsident Horst Seehofer erneuerte deshalb sein Gesprächsangebot an OB Ude", betonte Seidenath und fügte hinzu: "Wir wollen nun rasch und sichtbar Verbesserungen im S-Bahn-Netz erreichen. Aus dem Bahnknotenkonzept sollen deshalb sämtliche Maßnahmen vorgezogen werden, die jetzt schon realisierbar und mit der Zweiten Stammstrecke kompatibel sind. Ich halte gerade Letzteres für eine entscheidend wichtige, ja essentielle Aussage. Denn die Röhre unter der Münchner Innenstadt bleibt immer das Nadelöhr. Ohne sie werden Taktverbesserungen oder beschleunigte S-Bahn-Äste wie die künftige Linie S 22, die aktuelle Linie A, nicht so hohe Akzeptanz seitens der Fahrgäste erfahren wie mit der Zweiten Stammstrecke."

Ministerpräsident Horst Seehofer fasste das mehr als dreistündige Gespräch in einem Satz zusammen, den Landrat Christmann und MdL Seidenath nur unterstreichen können: "Für eine nachhaltige Verbesserung des Schienen-Personen-Nahverkehrs im Großraum München wollen wir alle Hebel in Bewegung setzen."

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