Pressemitteilung

Blick hinter die Kulissen der Post - Seidenath: "Logistische Meisterleistung"

CSU-Kreisverband besucht Briefzentrum Freising

Einen Blick hinter die Kulissen der Briefverteilung im Postleitzahlbereich 85 konnte kürzlich eine Gruppe des CSU-Kreisverbands Dachau werfen. Im Briefzentrum Freising, das direkt am Münchner Flughafen liegt, werden pro Tag durchschnittlich rund zwei Millionen Briefsendungen sortiert. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr - mit dem Ergebnis, dass mehr als 95 Prozent der Sendungen bereits am Tag nach ihrer Einlieferung beim Empfänger sind.

Ausgangspunkt des Besuchs waren Beschwerden über eine deutliche Einschränkung der Sonntagsleerung von Briefkästen auch im Landkreis Dachau, die in der ersten Hälfte dieses Jahres an den Dachauer Stimmkreisabgeordneten im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, herangetragen worden waren. Wilhelm Haas, Regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post AG, hatte Seidenath daraufhin die Entscheidung des Unternehmens, sich an geänderte Marktbedingungen anzupassen, erläutert, und den Abgeordneten zusammen mit einer Gruppe eingeladen, sich selbst einmal ein Bild der Briefverteilung zu machen. Was die Besucher aus dem gesamten Landkreis dann - unter Leitung von Hermann Mayer und Peter Helm - im 1998 völlig neu errichteten Briefzentrum zu sehen bekamen, war beeindruckend. Von den 370 Beschäftigten im Briefzentrum wird sowohl die abgehende als auch die eingehende Post mit Unterstützung großer Sortiermaschinen bearbeitet - eine allein sortiert bis zu 40.000 Briefsendungen pro Stunde. Insgesamt 82 solcher Briefzentren gibt es in Deutschland, der Großteil der Post wird auf dem Landweg transportiert.

Mit großem Interesse nahm auch Peter Schadl, Leiter des Jobcenters Dachau, an der Führung teil und erfuhr, dass die Post in Freising auch 64 Ausbildungsplätze biete. Rund 80 Prozent der Mitarbeiter im Briefzentrum sind weiblich, etwas mehr als ein Drittel arbeitet in Teilzeit - und rund ein Drittel der Beschäftigten stammt aus dem Ausland - insgesamt 29 Nationen seien im Briefzentrum vertreten.

Nach Aussagen von Wilhelm Haas nimmt die Zahl voll bezahlter Sendungen Jahr für Jahr um ein bis drei Prozent ab - hier mache sich das Internet und die Konkurrenz anderer Anbieter bemerkbar. Der Werbebereich und die Infopost verzeichneten allerdings Steigerungen. Die Portoerhöhung für einen Standardbrief um 3 auf 58 Cent zum 1. Januar 2013 sei die erste Portoerhöhung seit 15 Jahren.

"Es ist eine logistische Meisterleistung, tagtäglich Briefe durch die gesamte Republik zu verteilen und am nächsten Tag im richtigen Briefkasten liegen zu lassen. Wenn man weiß, welcher Aufwand dahintersteckt, geht man mit viel größerem Respekt mit seiner Briefpost um", fasste Seidenath seine Eindrücke zusammen.

Das Foto zeigt die Besucher aus dem Landkreis Dachau im Briefzentrum Freising, (von rechts) Hermann Mayer, FU-Kreisvorsitzende Anneliese Kowatsch, Peter Helm, Wilhelm Haas, die Dachauer FU-Ortsvorsitzende Silvia Kalina und MdL Bernhard Seidenath. Mit dabei war auch der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Karl-Heinz Haritz (Siebter von links).

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