Pressemitteilung

"Das erste Plakat mit meinem Namen"

Stefan Löwl: Bin zunächst aber noch Bewerber, nicht Kandidat.

Offen eingeladen hatte der CSU-Ortsverband Röhrmoos zur Vorstellung von Stefan Löwl, den der CSU-Kreisvorstand als Kandidat für das Amt des Landrats 2014 vorgeschlagen hat. Die rund 35 Anwesenden im Landgasthof Brummer erlebten einen kurzweiligen Abend, bei dem zahlreiche kommunalpolitische Fragen angesprochen und diskutiert wurden. Zuvor gab Löwl den Anwesenden Einblicke in seinen privaten und beruflichen Werdegang. Dass er nicht aus dem Landkreis stamme, sei natürlich eine Tatsache. Er müsse wohl damit leben, wenn das jemand als Argument gegen ihn verwenden wolle.

Doch waren die Besucher an ganz anderen Themen interessiert: So wurden etwa die spürbaren Auswirkungen der Energiewende für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis angesprochen. Das werde bereits durch teilweise heftige Diskussionen um Windkrafträder an Standorten im Landkreis deutlich. Löwl, derzeit als Abteilungsleiter im Landratsamt für Umweltfragen zuständig, betonte wie wichtig es sei, "Überzeugungsarbeit zu leisten" und bei allen Maßnahmen, die energiepolitisch notwendig oder sinnvoll seien, "stets die Menschen mitzunehmen". Ebenso wichtig wie das Thema Energieversorgung sei für ihn aber das Thema Energiesparen. Da gebe es auch auf kommunaler Ebene noch sehr viel ungenutztes Potential. Man müsse sich heute nicht nur über Flächennutzungspläne, sondern ebenso über "Energienutzungspläne" Gedanken machen.

Die Raum-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Landkreis Dachau ist für Löwl eine zentrale Herausforderung. Der Siedlungsdruck aus der Metropole stelle das Umland vor wachsende Probleme. Gegebenenfalls müsse sich der Landkreis mit seinem signifikanten Bevölkerungswachstum auch gegen die Landeshauptstadt stellen. Es könne nicht so sein, dass "die Gewerbesteuereinnahmen in München anfallen, die nötige Infrastruktur aber in den Wohngebieten rund um München von den umliegenden Kommunen finanziert" werde.

Weitere Themen waren eine wünschenswerte engere Zusammenarbeit zwischen den Kommunen, die Stärkung des Ehrenamtes durch Förderung seiner Attraktivität und öffentliche Wertschätzung, wie auch die Anerkennung und bessere Bezahlung von Pflegekräften angesichts der rasch alternden Wohnbevölkerung im Landkreis Dachau. Als letztes Thema wurde schließlich die 3. Startbahn angesprochen. Ihn habe, meinte Löwl, bisher "noch niemand davon überzeugen können, dass man die wirklich braucht". Und der Landkreis habe ja auch konsequent Nein dazu gesagt. Persönlich seien für ihn nicht zuletzt Klimaschutzgründe ausschlaggebend.

Beim CSU-Ortsverband bedankte Löwl sich am Ende nicht nur für die Gelegenheit, sich öffentlich den Bürgerinnen und Bürgern in Röhrmoos vorzustellen, sondern auch für die im Gemeindegebiet sichtbare Ankündigung des Abends. Zum allerersten Mal sei ihm "ein Plakat mit seinem eigenen Namen" begegnet, das er "gerne mit nach Hause nehme" - ein Stück persönliche Lebensgeschichte.

Burkhard Haneke

Erstes Foto: BU zum Löwl-Foto: Stefan Löwl bei seiner öffentlichen Vorstellung in Großinzemoos

Zweites Foto: BU zum Gruppen-Foto: Der (fast) komplette Vorstand der CSU Röhrmoos umrahmte Stefan Löwl, seine Ehefrau Bettina und den Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath (alle drei in der Mitte)

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