Pressemitteilung

Seidenath: Großer Schritt für die Palliativversorgung im Landkreis Dachau: SAPV schließt Versorgungsvertrag mit Krankenkassen - SAPV-Genossenschaft ist als gemeinnützig anerkannt

Die Bemühungen, eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) im Landkreis aufzubauen, haben den Durchbruch geschafft: Seit 1. Februar 2012 hat das SAPV-Team Dachau einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen in Bayern geschlossen und kann nun gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten behandeln. Zudem ist die SAPV-Genossenschaft Dachau, die das SAPV-Team trägt, seit kurzem als gemeinnützig anerkannt. Spenden können so von der Steuer abgesetzt werden. "Dies sind zwei sehr erfreuliche Nachrichten", erklärte der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, der sich sehr für die Schaffung eines SAPV-Angebotes im Landkreis eingesetzt hatte. Wir können so die Lücke zwischen der Versorgung schwerstkranker Patienten durch Hausarzt und Pflegedienste auf der einen sowie der stationären Versorgung in den Amper-Kliniken Dachau auf der anderen Seite schließen.

"Die Schaffung einer SAPV im Landkreis ist ein Quantensprung in der Versorgung schwerstkranker Patienten im Landkreis Dachau, aber auch in Unterschleißheim und Oberschleißheim, wo das Dachauer SAPV-Team ebenfalls tätig sein wird. Den meisten kann nun ihr Wunsch erfüllt werden, bis zuletzt in den eigenen vier Wänden zu leben. Dies hat sehr viel mit Lebensqualität zu tun und ist - als optimale palliativmedizinische, also schmerztherapeutische Versorgung - die beste Antwort auf Bestrebungen Richtung aktiver Sterbehilfe", betonte Seidenath.

Der Abgeordnete strich zudem die "vorbildliche und begeisternde Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure im Rahmen der SAPV" heraus: "MVZ und Klinikum Dachau, niedergelassene Haus- und Fachärzte, Pflegedienste, Hospizvereine, Apotheken, das Franziskuswerk Schönbrunn - alle sind eingebunden und alle ziehen am gleichen Strang in dieselbe Richtung. Hier steht der Patient im Mittelpunkt. Genau so muss es sein", erklärte Seidenath und dankte dem Vorstand der SAPV - Dr. Edgar Müller und Leonore Hiebsch - dem Aufsichtsrat sowie Frau Sabine Kronauer für ihre großartigen Aufbauarbeiten in den vergangenen Monaten, die nun durch den Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen belohnt und gekrönt wurden. Ein Dank gelte auch den zahlreichen Sponsoren, ohne die es nicht gegangen wäre.

Für alle, die die SAPV ebenfalls unterstützen wollen, hier das Spendenkonto der SAPV Dachau eG: Nr. 4464 bei der Volksbank Raiffeisenbank Dachau, BLZ 700 915 00.

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