Pressemitteilung und -einladung

Bernhard Seidenath: Schmerzlinderung und menschliche Begleitung statt Selbstmordmedizin – Debatte um Sterbehilfe

„Auch und gerade nach der Gerichtsentscheidung gibt es gute Gründe, eine Hilfe zum Selbstmord in keiner Weise zu dulden, sondern in jeder Form abzulehnen.“ Mit diesen Worten reagierte Bernhard Seidenath, der Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag für bioethische Fragen, auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom vergangenen Donnerstag zur Sterbehilfe in Deutschland.

Das vom Freistaat Bayern zu Recht vorangetriebene Gegenmodell besteht aus einem gut ausgebauten Hospiz- und Palliativwesen, das die betroffenen Menschen eng begleitet und ihnen Schmerzen nimmt. „Der Wunsch und das Ziel, den ‚Jahren mehr Leben‘ zu geben, ist exakt der richtige Ansatz und gegenüber jeder Form von aktiver Sterbehilfe vorzugswürdig“, so der CSU-Politiker. Diese Maximen sollten auch die deutschen Gerichte beherzigen, die nun über den vor dem EGMR verhandelten Fall zu befinden hätten.

Im entschiedenen Fall hatte ein Mann seine nach einem Unfall schwerbehinderte Frau in die Schweiz begleitet, wo sie sich assistiert das Leben nahm. Der EGMR hat den deutschen Gerichten dabei aufgegeben, die Frage zu prüfen, ob „Selbstmordmedizin“ in Deutschland gewährt werden darf oder nicht. „Für mich ist klar: Ja zu Schmerzlinderung und enger menschlicher Begleitung, Nein zu bewusst lebensverkürzenden Maßnahmen“, erklärte Seidenath.

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