Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Bundestag hat bei Organspende ersten Schritt gemacht – Nun ist jeder einzelne Bürger gefordert

„Der Bundestag hat heute den ersten Schritt gemacht – nun ist jeder einzelne Bürger gefordert.“ Mit diesen Worten kommentierte Bernhard Seidenath, der Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag für bioethische Fragen, den heutigen Beschluss zur Neuregelung der Organspende durch den Deutschen Bundestag. Jeder müsse nun den ersten Schritt tun, um sich ernsthaft über seine eigene Bereitschaft zur Organspende Gedanken zu machen und eine Entscheidung zu treffen.

Die Neuregelung begrüßt Seidenath sehr, gerade wegen der großen Einigkeit im Willen, auf diesem Gebiet Fortschritte zu erzielen. „Wir können und dürfen es aber nicht dabei bewenden lassen, „alle paar Jahre“ Unterlagen zuzuschicken und diese dann in den Papierkorb zu werfen. Jeder Einzelne bleibt und ist jetzt erst recht gefordert, sich mit dieser wichtigen Materie auseinander zu setzen“, so der CSU-Politiker.

Seidenath weiter: „Eine liberale Regelung, die den Menschen nichts vorschreibt, erzeugt in meinen Augen aber die ethische Pflicht, sich selbständig und eigenverantwortlich zu entscheiden.“

Für viele kranke Menschen ist die Organspende im wahren Sinn des Wortes lebenswichtig. Denn nach wie vor sterben täglich drei Menschen in Deutschland, denen eine Organübertragung das Leben gerettet hätte. Um diese hohe Zahl zu reduzieren, könne jeder einen Beitrag leisten: Ausweise werden nun zwar bald zugesandt – es gibt sie aber schon jetzt kostenlos bei allen Krankenkassen, Apotheken und Arztpraxen.

zurück