Pressemitteilung

500 Gäste beim CSU-Neujahrsempfang im Auditorium der BIS

Edmund Stoiber begeistert die Haimhauser

„Eine fulminante Rede“, „wie man ihn aus dem Fernsehen kennt“, „er brennt für seine Überzeugungen“, „sein Elan ist schier unglaublich“ – so lauteten ausgewählte Reaktionen aus der Schar der etwa 500 Gäste beim Neujahrsempfang der CSU Haimhausen am 18. Januar in der Bavarian International School (BIS) nach der Festrede von Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber.

Es waren vor allem europäische Themen, mit denen sich der Ehrenvorsitzende der CSU in seiner eineinhalbstündigen Rede befasste. So machte er klar, dass er vor 15 Jahren gerne intensiver über die Aufnahme Italiens, Spaniens oder Griechenlands in die Euro-Zone diskutiert hätte. Damals aber seien seine Warnungen ungehört verhallt. Aktuell aber wäre ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion „wegen der engen Verflechtungen ein Riesen-Problem“ – der Kurs, den Bundeskanzlerin Angela Merkel steuere, sei deshalb der einzig richtige. Eine Vergemeinschaftung der Schulden, wie sie der SPD-Kanzlerkandidat anstrebe, sei genau der falsche Weg: „Dann würden wir Deutschen deren Lebensstandard finanzieren – und die keine Reformanstrengungen mehr unternehmen“, betonte Stoiber, der gleichzeitig darum bat, sich in die Lage der Menschen in den betroffenen südlichen Ländern Europas zu versetzen. „Die werden bei uns in Berlin demonstrieren. Deshalb kommt unser Spitzenpersonal nicht umhin, die europäischen Entscheidungen vor Ort in den einzelnen Ländern zu erläutern.“ Das Geheimnis der Stärke Deutschlands und vor allem Bayerns sei, dass wir „ein Land der Entwickler und Forscher“ sind, was sich auch in der Zahl der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt niederschlage: von den 50.000 Patenten, die dort im Jahr 2011 angemeldet wurden, stammten 25.000 aus den USA, 13.500 aus Deutschland – und hier vornehmlich aus Bayern und Baden-Württemberg – und nur 29 aus Griechenland, 26 aus Portugal. Auf den Punkt brachte es Stoiber, als er über den neuen Trainer „meiner geliebten Bayern“ – er sitzt im Aufsichtsrat des FC Bayern München – sagte: „Manchester hat zwei tolle Fußballvereine. Aber leben möchte ich dort nicht. Das hat sich auch Pep Guardiola gedacht: in Bayern passen die Rahmenbedingungen, hier wird der Lohn pünktlich gezahlt.“

Zuvor hatte CSU-Orts- und Kreisvorsitzender Bernhard Seidenath, MdL, – im Namen auch von FU-Vorsitzender, Zweiter Bürgermeisterin Claudia Kops, JU-Vorsitzendem Andreas Brandt und SEN-Vorsitzendem Helmut Horn - die Gäste begrüßt, unter ihnen Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Hansjörg Christmann, dessen möglichen Nachfolger Stefan Löwl sowie den Vorstandsvorsitzenden der Dachauer Amper-Kliniken AG, Bernward Schröter, und Vertreter der BIS. Seidenath würdigte insbesondere die Leistung der Vereinsvorsitzenden und ehrenamtlich Tätigen für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft in Haimhausen und der Region: „Sie machen unser Zusammenleben reicher, wärmer und schöner. Dafür sagen wir Ihnen ein herzliches ‚Vergelt´s Gott‘!“ Neben der Schuldenfreiheit Bayerns bis 2030 und der Digitalisierung nannte Seidenath fünf Visionen, die er als Zukunftsaufgaben anpacken wolle, so eine Stärkung der Rolle der Kirche in der Gesellschaft, eine Reduktion der Zahl der Langzeitarbeitslosen oder die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen im Landkreis Dachau. „Denn Innovationsfähigkeit ist Zukunftsfähigkeit“, betonte Seidenath.

In seinem kurzen und pointierten Grußwort ging Bürgermeister Peter Felbermeier auf die in Haimhausen in nächster Zeit anstehenden Projekte ein. So werde der Umbau der Hauptstraße im Bereich des Ärztehauses in Kürze beginnen. Die Gemeinde errichte 2013 ein neues großes Kinderhaus an der Stelle der alten Turnhalle. Froh zeigte sich der Bürgermeister zudem darüber, dass „die Sanierung der Kirche St. Nikolaus nun endlich“ beginne.

Unter den mit großem Beifall bedachten Klängen der Haimhauser Dorfmusik überreichten Seidenath und Felbermeier zusammen mit Claudia Kops, Helmut Horn und stellvertretendem JU-Chef Stefan Ruhdorfer Dr. Edmund Stoiber zum Abschied als Gastgeschenk – wie bereits traditionell - ein Aquarell von Dr. Andreas Schröder, das diesmal Stoibers Heimatort Wolfratshausen mit der Loisach und dem Flößer-Denkmal zeigte.

Das Foto zeigt (von links) Landrat Hansjörg Christmann, MdL Bernhard Seidenath, Dr. Edmund Stoiber, Zweite Bürgermeisterin Claudia Kops und Bürgermeister Peter Felbermeier in Haimhausen.

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