Pressemitteilung

CSU-Kreisverband Dachau reformiert ärztliche Versorgungsplanung in Bayern

Kleiner Parteitag der CSU stimmt zwei Anträgen der Dachau Delegierten zu

Erfolg für den CSU-Kreisverband Dachau: Der Parteiausschuss der CSU, auch kleiner Parteitag ge-nannt, hat gestern in der Münchner Olympiahalle zwei Anträgen der Dachauer Delegierten zugestimmt. Damit wird die Planung sowohl für die hausärztliche als auch für die fachärztliche Versorgung auf neue Grundlagen gestellt. "Dies ist ein Erfolg für eine wohnortnahe hausärztliche und auch fachärztliche Versorgung. Denn wer krank ist, möchte keine langen Wege zum Arzt auf sich nehmen", erläuterte CSU-Kreisvorsitzender Bernhard Seidenath, zugleich Dachauer Stimmkreisabgeordneter im Bayerischen Landtag, die Intention der beiden Anträge.

Der Antrag zur Reform der hausärztlichen Versorgung war nach Seidenaths Worten insbesondere durch die Situation in Sulzemoos motiviert, wo statt früher zwei aktuell kein einziger Hausarzt mehr tätig ist. Alle Anstrengungen, einem Hausarzt eine Niederlassung zu ermöglichen, sind bisher fehlgeschlagen. "Dies kann so nicht bleiben. Die unbefriedigende Situation besteht gerade darin, dass uns in unserem Wunsch jeder Recht gibt - Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber, das Plenum des Bayerischen Landesgesundheitsrats oder die Hausärzte vor Ort, um nur einige zu nennen - nur hat bisher keiner eine Lösung gefunden, diesen Wunsch auch Wirklichkeit werden zu lassen. Dies schaffen wir nur, wenn wir die Planungsbereiche der Kassenärztlichen Vereinigung verkleinern. Und genau dies hat der kleine Parteitag gestern beschlossen. Dies ist nun ein starkes Signal gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns", freute sich Seidenath. Auch Sulzemoos´ Bürgermeister Gerhard Hainzinger zeigte sich hoch erfreut: "Der gestrige Tag war ein sehr guter Tag für Sulzemoos und für die Patientinnen und Patienten aus unserer Gemeinde."

Der zweite Antrag zur Reform der fachärztlichen Versorgung war insbesondere durch die Situation in Karlsfeld motiviert, wo Bürgermeister Stefan Kolbe, Kreistags-Fraktionschef Wolfgang Offenbeck und Gemeinderats-Fraktionschef Stefan Handl seit Jahren für die Ansiedlung eines HNO-Arztes und eines Augenarztes werben - bislang ebenfalls ohne Erfolg. "Auch hier kann der gestrige Tag hoffentlich den gordischen Knoten durchschlagen", betonte Seidenath.

Dabei hatte es anfangs gar nicht gut für die beiden Anliegen aus Dachau ausgesehen. Die Antrags-kommission nämlich hatte auf Ablehnung der beiden Anträge votiert, die eigentlich bereits auf dem CSU-Parteitag Ende Oktober 2012 hätten behandelt werden sollen, seinerzeit aber aus Zeitmangel nicht mehr aufgerufen werden konnten und statt dessen an den Parteiausschuss überwiesen wur-den. Seidenath hatte mit dem sozialpolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe, Max Straubinger, zwischenzeitlich vereinbart, die Anträge wenigstens nicht abzulehnen, sondern der CSU-Landtagsfraktion zur weiteren Behandlung zuzuweisen. Am kleinen Parteitag aber wendete sich das Blatt, insbesondere weil Landtagspräsidentin Barbara Stamm in flammender Manier Partei für die beiden Dachauer Anträge ergriff. Der CSU-Kreisverband Dachau war in der Versammlung durch Landrat Hansjörg Christmann und Bernhard Seidenath vertreten.

Zur näheren Information liegen die beiden gestern vom kleinen CSU-Parteitag beschlossenen Anträge (Antrag zur Reform der hausärztlichen Versorgung, Antrag zur Reform der fachärztlichen Versorgung) im Wortlaut bei.

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