Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Patent auf Designer-Babys ist ein Irrweg. Ablehnung des Patents ist Bewährungsprobe für Europa als Wertegemeinschaft

„Das in den USA gesicherte Patent auf Designer-Babys ist ein Irrweg", erklärte Bernhard Seidenath, Sprecher für bioethische Fragen der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Ein solches Patent darf in Europa keinesfalls Gültigkeit haben. Ich bin froh, dass dies derzeit so ist – dies muss auch so bleiben. Hier kann und muss sich Europa als Wertegemeinschaft beweisen."

Seidenath weiter: „Immer dann, wenn es um die Grundfragen des Lebens geht, kommt es zum Schwur – diese Bewährungsprobe hat Europa als Wertegemeinschaft bisher bestanden. So muss es auch bleiben. Denn Kinder nach ihrem Aussehen und nach bestimmten Eigenschaften designen zu wollen, kann nicht geduldet werden. Es verstößt gegen die fundamentale Grundregel, dass sich der Mensch nicht selbst zum Schöpfer aufschwingen darf. Wir hatten diese Diskussion um Designer-Babys bereits sehr intensiv vor zwei Jahren, als es darum ging, unter welchen Umständen eine Präimplantationsdiagnostik (PID) zulässig ist. Von einigen Diskutanten wurde unser Argument, die PID könnte Einfallstor für nach dem Geschmack der Eltern designte Babys sein, damals als irreal und herbeigeholt abgetan. Die aktuelle Nachricht belegt jedoch, wie richtig die damalige Haltung der CSU war und ist. Deshalb ist es gut, die Eingriffsmöglichkeiten der PID auf die seltenen Fälle zu beschränken, in denen Eltern ohne die Möglichkeit der PID keine Chance hätten, ein lebensfähiges Kind zu zeugen. In der heutigen hochtechnisierten Welt erlangt der Mensch immer mehr Fähigkeiten. Umso wichtiger ist es für ihn zu wissen, wo seine Grenzen liegen, die er nicht überschreiten darf. Mit dem Patent auf Designer-Babys ist der Rubikon überschritten. Die Ablehnung von designten Babys muss Konsens sein."

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