Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Megathema Pflege: CSU für Verbesserung der Altenpflege nach Krankenhausaufenthalt - mit "Rehabilitationspflege" Folgeunfälle vermeiden

Für eine bessere Verzahnung von Krankenhaus und Altenpflege setzt sich die CSU-Landtagsfraktion ein. "An zwei Stellen müssen wir ansetzen, wenn ältere Menschen aus dem Krankenhaus entlassen werden: Wir plädieren zum einen für eine "Rehabilitationspflege", die Patienten schneller und dauerhaft wieder mobilisiert. Zum anderen wollen wir das System der Schnelleinstufung und damit die Refinanzierung der Pflegeeinrichtungen verbessern", erklärte Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Zwei entsprechende Anträge der CSU-Landtagsfraktion hat der Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags kürzlich beschlossen.

"Ältere Menschen werden häufig zu früh aus dem Krankenhaus entlassen. Hintergrund ist die Abrechnung nach Fallpauschalen", erläuterte Seidenath. Weil die Patienten während der Liegezeit oft unter starkem Muskelabbau leiden, steige das Sturzrisiko durch die frühe Entlassung aus dem Krankenhaus stark an. "Dadurch wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die häufig dauerhaft in einer Pflegeeinrichtung endet. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, setzen wir uns für eine Rehabilitationspflege ein. Diese soll Patienten zugutekommen, die nach einem Krankenhausaufenthalt eine längere Zeit der Erholung in einer Pflegeeinrichtung benötigen", verdeutlichte der Arbeitskreis-Vorsitzende. Im Rahmen der bereits bestehenden 28-tägigen Kurzzeitpflege könnten solche Patienten nach einem Unfall nicht ausreichend auf das selbstständige Leben zu Hause vorbereitet werden. Die Lösung sei, die Kurzzeitpflege mit der ebenfalls 28 Tage dauernden Verhinderungspflege zu einer dann achtwöchigen Rehabilitationspflege zusammenzulegen. Damit wären die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen, um ältere Patienten dauerhaft wieder fit zu machen. Wegen der notwendigen Betreuungsintensität sollte für die Rehabilitationspflege eine Pflegestufe bis 3+ in Anspruch genommen werden können.

Mit einem zweiten Vorstoß will die CSU zudem die Schnelleinstufung von Patienten verbessern, die nach einem Krankenhausaufenthalt in eine Pflegeeinrichtung kommen. "Unser Ziel ist, dass die zuerkannte Pflegestufe auch dem Betreuungsaufwand der Pflegeeinrichtung entspricht", betonte Seidenath. Um ältere Menschen in eine Pflegeeinrichtung zu verlegen, beantrage das Krankenhaus in der Regel eine Schnelleinstufung bei der Pflegekasse. Diese entscheide nach Aktenlage und erteilt zumeist die Stufe 1. "Damit ist zumindest der Anspruch auf Leistungen für eine Kurzzeitpflege gesichert. Leider entspricht die Schnelleinstufung in zwei von drei Fällen nicht dem tatsächlichen Pflegeaufwand. Dieser liegt oft im Bereich der Stufe 2 und 3. Da jedoch während einer Kurzzeitpflege keine Stufenüberprüfung stattfindet, bekommt die Pflegeeinrichtung nur die Vergütung nach Stufe 1", erläuterte Seidenath. Somit müssten mit einer Personalstärke nach Stufe 1 Leistungen nach Stufe 2 und 3 erbracht werden, was natürlich zu Überlastungen des Personals führe. "Von einer verbesserten Schnelleinstufung würden demnach alle profitieren: die Einrichtungen, das Pflegepersonal und damit vor allem die Pflegebedürftigen", so Seidenath abschließend.

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