Pressemitteilung

Für barrierefreien Ausbau der KZ Gedenkstätten: CSU-Landtagsfraktion stellt 300.000 Euro aus ihrer Fraktionsreserve zur Verfügung

"Der Freistaat Bayern fördert die Barrierefreiheit öffentlicher Institutionen. Für den barrierefreien Ausbau der KZ-Gedenkstätten in Bayern hat die CSU-Landtagsfraktion nun aus ihrer so genannten Fraktionsreserve 300.000 Euro zur Verfügung gestellt, der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat dies jüngst beschlossen. Ein bedeutender Teil dieser Summe wird der KZ-Gedenkstätte Dachau zugutekommen, die die meistbesuchte KZ-Gedenkstätte in Deutschland ist", teilten Bernhard Seidenath, Stimmkreisabgeordneter für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, und MdL Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, heute in Dachau mit und würdigten dies als "sehr bedeutenden Schritt".

"Mit den im Haushaltsausschuss beschlossenen Geldern ermöglicht die CSU-Fraktion einen Einstieg in die Barrierefreiheit der KZ-Gedenkorte in Bayern. Dies bedeutet einen Quantensprung für die Gedenk- und Erinnerungsarbeit in Bayern", erklärten Seidenath und Freller. "Die Zeitzeugen - insbesondere diejenigen, die in den Lagern gequält wurden - werden nämlich immer älter und können die Orte ihrer vormaligen Folter häufig nur noch im Rollstuhl aufsuchen. Gerade zum 70. Jahrestag der Befreiung, den wir im kommenden Jahr begehen, wird noch einmal eine nennenswerte Anzahl von Zeitzeugen in die Stätten zurückkehren. Mit den nun beschlossenen Geldern können wir ihnen dies auch ermöglichen - und die Gedenkstätten insgesamt für weitere Kreise besuchbar machen. Denn das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte zwischen 1933 und 1945, der beispiellose Zivilisationsbruch, darf sich NIE wiederholen", erklärte Seidenath.

Seit langem setzen sich Seidenath und Freller für den barrierefreien Ausbau der KZ-Gedenkstätte ein. Einen intensiven Kontakt pflegen sie dazu mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Dachau, Wolfgang Rettinger, mit Irmgard Badura, der Behindertenbeauftragen des Freistaats Bayerns, und mit der KZ-Gedenkstätte Dachau unter der Leitung von Dr. Gabriele Hammermann. Auch MdB Gerda Hasselfeldt ist dies ein großes Anliegen.

Auf dem Weg zur "Barrierefreiheit bis 2023" hat der Freistaat Bayern Schwerpunkte gesetzt und drei Handlungsfelder priorisiert: "Mobilität", "Bildung" und "staatliche Gebäude, die öffentlich zugänglich sind". Für diese drei Handlungsfelder steht in den Jahren 2015/2016 allein von Seiten des Freistaats ein Investitionsvolumen von 192,6 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich plant die CSU-Landtagsfraktion für 2015 und 2016 mehr als zwölf Millionen Euro aus ihrer Fraktionsreserve für diesen Bereich ein. Realistisches Ziel ist, dass bereits bis 2018 nahezu alle staatlichen Gebäude mit Publikumsverkehr barrierefrei zugänglich sind. Darüber hinaus investiert der Freistaat beispielsweise über seine Wohnungsbau-, Tourismus- und Städtebauförderung, das Krankenhausfinanzierungsgesetz oder für barrierefreie Webangebote jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in die Barrierefreiheit.

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