Pressemitteilung

Grundschule Dachau-Ost erhält ab dem nächsten Schuljahr das Schulprofil Inklusion
Seidenath: "Weitere Verbesserung im Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf und ein weiteres Stück Normalität"

"Der Grundschule Dachau-Ost wird zum Schuljahr 2015/2016 das Schulprofil Inklusion ver-liehen. Dies hat mir Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle heute auf meine Nachfrage hin mitgeteilt", erklärte Bernhard Seidenath, der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, in Dachau. "Die Grundschule Dachau-Ost wird damit die erste Grundschule und überhaupt die erste Regelschule im Landkreis mit einem entsprechen-den Schulprofil. Dies bedeutet ein weiteres Stück Normalität im Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf und eine weitere Verbesserung", betonte der Abgeordnete.

Schulen mit dem Schulprofil "Inklusion" verfolgen nach Seidenaths Angaben das Ziel, bei-spielhaft Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf zu unter-richten - und dadurch auch Erfahrungen für den inklusiven Unterricht an allen Schulen in Bayern zu sammeln. "Um das Schulprofil Inklusion zu erhalten, sind seitens der Schulen unter anderem die folgenden Voraussetzungen zu erfüllen:

teilte Seidenath mit und fügte hinzu: "Die Grundschule ist die erste und gemeinsame Schule für alle Kinder, unabhängig von ihrem sozioökonomischen und kulturellen Hintergrund. Sie ist gemeinsamer Bildungsort für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Begabungen und Interessen sowie individuellen Lern- und Unterstützungsbedürfnissen. Deshalb ist sie für das Thema ‚Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf' in besonderer Weise offen und auch geeignet. Dies wird künftig an der Grundschule Dachau-Ost mit ihrem neuen Schul-profil Inklusion noch mehr als bisher gelebt werden. Mit der Verleihung des Schulprofils In-klusion ist nämlich auch eine Mehrung von Lehrerstunden verbunden: an der Grundschule Dachau-Ost wird künftig eine Lehrkraft aus dem Förderschulbereich mit 13 Stunden pro Wo-che fest an der Schule arbeiten und Teil des Lehrerkollegiums sein. Damit wird es eine deutli-che Mehrung der Fachexpertise aus dem sonderpädagogischen Bereich geben. Zudem wird es zehn zusätzliche Lehrerstunden pro Woche im Regelschulbereich geben. Insgesamt sind dies überaus erfreuliche Nachrichten und Entwicklungen!"

Für die Verwirklichung inklusiver Bildung sei das multiprofessionelle Zusammenwirken ver-schiedener Professionen unabdingbar. Sie gestalteten miteinander und unter Berücksichtigung der jeweiligen berufsspezifischen Kompetenzen das Lernangebot. Zudem könnten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an der Grundschule durch die Mobilen Sonderpädagogi-schen Dienste der Förderschule unterstützt werden.

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