Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Kiffer-Club in München ist kompletter Irrweg

Die mögliche Einrichtung eines "Cannabis Social Clubs" in München hält Bernhard Seidenath, gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, für einen "kompletten Irrweg".

Seidenath: "Die gesundheitlichen Folgen eines Cannabis-Konsums sind gravierend, gerade für Jugendliche. Ein Modellversuch, der allein das Ziel hat, das Kiffen zu erleichtern, würde diese Gefahren verharmlosen. Er würde allen Bemühungen, möglichst viele Menschen vom Drogen-Konsum abzuhalten, einen Strich durch die Rechnung machen. Der Münchner Gesundheitsreferent, der den Grünen angehört, sollte sich Gedanken darüber machen, wie er eine Drogenkarriere von Kindern und Jugendlichen verhindern kann - und nicht den Strömungen aus seiner Partei nachgeben. Allein der Antrag auf einen Modellversuch sendet an junge Leute schon das Signal aus: ´alles nicht so schlimm`. Dies ist falsch: Cannabis ist eine hoch psychoaktive Substanz und setzt die Hemmschwelle für härtere Drogen herab. Eine Legalisierung - auch in einem Modellversuch - würde nur neue Konsumenten erzeugen. Insbesondere ein früher Einstieg in den Cannabiskonsum zieht unter Umständen dauerhafte Folgeschäden nach sich. Hierzu zählen neben der Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung auch langfristige kognitive Beeinträchtigungen und die Erhöhung des Risikos für die Entwicklung einer schizophrenen Psychose sowie weiterer psychiatrischer Erkrankungen. Daneben führt regelmäßiger Cannabiskonsum auch zu einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Lungenkrebs. Deshalb muss es bei der harten Linie und null Toleranz bleiben, und zwar ohne Ausnahme oder Modellversuch. Der Gesundheitsreferent sollte seine unseligen Überlegungen deshalb sofort einstampfen."

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