Pressemitteilung

Nein zur Legalisierung von Cannabis als Genussmittel - Erleichterung des Zugangs für schwerkranke Patienten

Über Cannabis wird derzeit viel diskutiert. Es gibt sogar ein Volksbegehren, das Cannabis als Genussmittel legalisieren möchte. Dies aber wäre völlig falsch. So weit darf es nicht kommen", erklärte Bernhard Seidenath, Stimmkreisabgeordneter für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag und gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion.

"Der Cannabis-Konsum zu medizinischen und therapeutischen Zwecken muss strikt von einem solchen im Alltag bzw. zu Rauschzwecken getrennt werden. Die Freigabe von Cannabis als Genussmittel lehne ich schon deshalb ab, da Cannabis eine hochwirksame stimmungs- und wahrnehmungsverändernde Droge ist. Sie kann bei einem länger andauernden Konsum erhebliche gesundheitliche Konsequenzen haben, etwa psychische Störungen wie Antriebsverminderung oder Konzentrationsstörungen. Wenn Cannabis geraucht wird, erhöht sich auch das Lungenkrebsrisiko enorm. Zudem kann Cannabiskonsum wie eine Einstiegsdroge wirken und die Hemmschwelle für den Missbrauch anderer psychoaktiver Substanzen und illegaler Drogen herabsetzen. Ein Verbot ist und bleibt das klarste Statement zu Gefahren und Risiken einer Substanz", betonte Seidenath.

Schon im 16. Jahrhundert hat Paracelsus gewusst: Die Dosis macht das Gift. Heute wissen wir, dass auch Cannabis in der Medizin heilsame Wirkungen entfalten kann, etwa bei Patienten mit starken Schmerzen, mit Multipler Sklerose oder Hyperaktivität. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat sich deshalb dafür ausgesprochen, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin erhalten können. Die Schwierigkeit wird darin bestehen, den Kreis der möglichen Bezieher abzugrenzen. "Geholfen werden soll ja denjenigen und nur denjenigen, die das Cannabis auch tatsächlich dringend brauchen. Ich halte diesen Weg für richtig und kann ihn mitgehen", erklärte Seidenath und fügte hinzu: "Mein Fazit lautet deshalb: Cannabis aus eng begrenzten medizinischen und therapeutischen Zwecken Ja, ansonsten Nein!"

Über dieses Thema wird am Mittwoch-Abend im Bayerischen Fernsehen im Bürgerforum live von 20:15 Uhr bis 21:00 Uhr diskutiert.

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