Pressemitteilung

Bernhard Seidenath: Keine Fixerstuben in Bayern - Sinnvoller ist Ausbau spezialisierter Angebote für ältere Drogenabhängige

"Die CSU-Landtagsfraktion lehnt die Einrichtung von Drogenkonsumräumen ab. Die sogenannten `Fixerstuben´ sind weder zur Sicherung des Überlebens noch aus sonstigen gesundheitlichen Gründen zwingend notwendig, vor allem verhindern sie Drogentodesfälle nicht auf Dauer", stellt Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, klar.

"Es wäre ein eklatanter Widerspruch im staatlichen Handeln, wenn einerseits Besitz und Erwerb von Rauschgift strafrechtlich zu verfolgen sind, andererseits der Konsum von illegal beschafftem Rauschgift in Drogenkonsumräumen staatlicherseits erleichtert und geschützt würde", erklärt der CSU-Politiker. Zwischen dem Vorhandensein von Drogenkonsumräumen und der Zahl von Drogentoten in den einzelnen Bundesländern oder Städten gebe es keinen belegbaren Zusammenhang. Wo in anderen Bundesländern Drogenkonsumräume eingerichtet wurden, sei dies primär ordnungspolitisch motiviert gewesen, um offene Drogenszenen zu beenden. "Davon konnte ich mich bei einer Informationsfahrt nach Frankfurt am Main im Oktober 2014 selbst überzeugen. Dieses Modell ist für Bayern aber nicht geeignet - bei uns sind die Rahmenbedingungen zum Glück anders", erläutert der Gesundheitspolit ische Sprecher der CSU-Fraktion. Die Entwicklung der Zahl der Drogentoten geht bundesweit seit Jahren tendenziell zurück, verläuft aber in einer Art Wellenlinie mit teilweise starken Schwankungen. Auch ohne Konsumräume kann es deutliche Rückgänge von Todeszahlen geben.

Insgesamt geht der intravenöse Heroinkonsum deutschlandweit stetig zurück. Statt auf Drogenkonsumräume setzt Bayern auf den Ausbau spezialisierter Angebote. Beispiele sind Projekte für ältere Drogenabhängige und für Männer mit russischem Migrationshintergrund. In Bayern gibt es vor allem in größeren Städten Netzwerke zur Hilfe für Suchtkranke, insbesondere für Drogenabhängige. "Dies ist der richtige Weg, den wir weiterverfolgen werden", so Seidenath abschließend.

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