Pressemitteilung

Bernhard Seidenath zum Internationalen Tag der Organspende: "Bei den Organspendezahlen ist noch viel Luft nach oben" - Appell zum Ausfüllen eines Spendeausweises

Zum Tag der Organspende am morgigen Samstag bezeichnet Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, die Entwicklung als "deutlich verbesserungswürdig". "Wir haben die Trendwende noch nicht geschafft - die Organspendezahlen sind leider weiter gesunken." Die Zahl der in Deutschland gespendeten Organe ist in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 im Vergleich zum Vorjahr um über drei Prozent gesunken - im Vergleich zu 2010 sogar um über 30 Prozent.

In Bayern warten derzeit mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan. Die Transplantation eines Spenderorgans ist ein gängiges, anerkanntes und zuverlässiges therapeutisches Verfahren und ermöglicht den Betroffenen wieder ein Leben in weitestgehender Normalität. Begrenzt wird diese Therapieform aber durch die geringe Zahl an Spenderorganen. "Nur wenn wir das Vertrauen in die Organspende wieder herstellen können, wird es uns gelingen, die Situation zu verbessern", so Seidenath.

Im März diesen Jahres wurde daher auf Initiative der CSU-Landtagsfraktion das ‚Bündnis für Organspende' gegründet, in dem sich viele Institutionen und gesellschaftliche Gruppen, darunter auch die beiden großen christlichen Kirchen oder Sportvereine, für das Thema engagieren. Ziel ist es, die im Rahmen der bundesgesetzlich vorgesehenen Entscheidungslösung notwendigen Aufklärungsmaßnahmen mit eigenen Hinweisen und Aktionen zu flankieren. Die Botschaft, die vom Bündnis ausgehen soll, lautet: Entscheidend ist es, sich zu Lebzeiten Gedanken über seine Bereitschaft zur Organspende zu machen, diese in einem Organspendeausweis zu dokumentieren und möglichst mit seinen Angehörigen über sie zu sprechen. Denn mehr denn je gilt: "Organspende schenkt Leben - vielleicht einmal Ihr eigenes!"

"Wir appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich für einen Organspendeausweis zu entscheiden", erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

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