Zum Bayerischen Tag der Ausbildung 2017 am 13. März
Unzeitig und Seidenath besuchen zwei Ausbildungsbetriebe in Dachau – die AOK und das Pflegeheim Kursana. Der so wichtige Dienst am Menschen, sei es in der Beratung oder in der Pflege, war in diesem Jahr das Hauptthema bei den Besuchen

Eine fundierte Ausbildung ist die wichtigste Voraussetzung für beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das Engagement und den Wert dieser Ausbildungsbetriebe wollen Christine Unzeitig und Bernhard Seidenath mit ihren Besuchen bei den Betrieben und mit den Gesprächen mit den Auszubildenden würdigen. Deshalb besuchen die Kreisvorsitzende der Mittelstands-Union Dachau und der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag traditionell aus Anlass des bayernweiten "Tags der Ausbildung" Ausbildungsbetriebe im Landkreis - in diesem Jahr die AOK-Geschäftsstelle und das Pflegeheim Kursana in Dachau - und danken damit allen, die sich in der Ausbildung der jungen Menschen engagieren.

Bei der AOK in Dachau werden derzeit 23 junge Frauen und Männer zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten ausgebildet, berichtete der Ausbildungsleiter der Direktion München, Sascha Lischewski - ein Fünftel aller Auszubildenden in der AOK Direktion München, die 111 Auszubildende beschäftigt. In ganz Bayern bildet die AOK bis zu 250 junge Menschen pro Jahr aus. Auf ihrem Ausbildungsweg durchlaufen die Azubis verschiedene Abteilungen und bekommen so ein großes Spektrum an praxisnahem Wissen im Betrieb vermittelt. Die Vielseitigkeit der Ausbildung und der Kontakt zu den Versicherten ist den Azubis Motivation gewesen, diesen Beruf zu ergreifen. Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich zum Beispiel durch die Fortbildung zum Betriebswirt. "Sozialversicherungsfachangestellter ist ein Beruf mit Zukunft. Qualität in der Ausbildung und die Motivation der Azubis sind bei der AOK groß geschrieben" bemerkten Unzeitig und Seidenath unisono und bedanken sich bei Tanja Stieglmeier, die als Ausbildungsbeauftragte am Standort Dachau den jungen Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ein ganz besonderes Anliegen ist dem gesundheits- und pflegepolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion Bernhard Seidenath die Situation bei der Ausbildung von Pflegekräften. Aus diesem Grund besuchten Unzeitig und Seidenath als zweite Station am Tag der Ausbildung das Pflegeheim Kursana in Dachau. Mit aktuell neun Auszubildenden im 1. und 2. Ausbildungsjahr sorgt das Pflegeheim Kursana für qualifizierte Pflegekräfte aus dem eigenen Haus. Am 1. September 2017 werden diese durch weitere drei Auszubildende verstärkt. Viele der Pflegekräfte haben Migrationshintergrund. Sie kommen aus Bosnien, Rumänien oder Serbien und leisten diese physisch und psychisch schwere Arbeit mit sehr viel Freude, Verständnis und Begeisterung. "Wir brauchen noch mehr junge Menschen, die diesen ebenso wichtigen wie erfüllenden Beruf ergreifen. Ziel muss es auch sein, dass Altenpfleger länger als bisher in ihrem Beruf arbeiten. Die bisherigen durchschnittlich sieben Jahre sind deutlich zu wenig", bemerkte Seidenath. Deshalb ist die Hoffnung auf die generalistische Pflegeausbildung groß. Sie soll es den Auszubildenden nach Abschluss ihrer Ausbildung ermöglichen, in allen Bereichen der Gesundheits-, Kranken -, und Altenpflege zu arbeiten. Ein größeres Interesse an diesem Ausbildungsberuf könnte man mit angepassten Arbeitsbedingungen erreichen, war die einhellige Meinung der Azubis. Möglicherweise hilfreich könnte beispielsweise ein 6-Stunden Dienst im 4-Schicht-System sein. Gefragt ist hier auch die Flexibilität der Einrichtungen. Auch eine bessere Bezahlung und bezahlbarer Wohnraum im Speckgürtel von München könnten diesen Beruf attraktiver machen und einem Pflegenotstand, der aufgrund der Alterspyramide erschreckende Ausmaße annehmen kann, mildern.

"In vielen verantwortungsvollen Berufen zeichnet sich oftmals der kommende Fachkräftemangel an ausbildungswilligen und geeigneten Ausbildungssuchenden bereits heute ab. Wegen der immer wichtiger werdenden Fachkräftesicherung gilt es vor allem zu verhindern, dass junge Menschen die Ausbildung abbrechen. Dies wäre eine Ressourcenvergeudung für die Unternehmen und ein schlechter Start für die jungen Menschen", stellten Unzeitig und Seidenath fest und fügten hinzu: "In weiten Teilen Europas ist die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ein echtes und großes Problem. In Deutschland und insbesondere in Bayern dagegen wird eher der sich zusehends verstärkende Fachkräftemangel zur Schwierigkeit. Umso wichtiger ist, dass alle Anstrengungen zur Berufsausbildung unternommen werden. Denn Ausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunft: für die Jugendlichen, denn für sie ist eine fundierte Ausbildung die beste Garantie für ein erfolgreiches Berufsleben. Aber auch für die Betriebe selbst - denn in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels wird es für sie immer bedeutender, selbst für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen."

v.l. Christine Unzeitg, MU-Kreisvorsitzende, die Auszubildenden Roman Senft, Christoph Schalk, Michaela Arzberger, Lena Bogenhauser, Antonia Bockhold und Sofia Kronschnabl, Ausbildungsbeauftragte Tanja Stieglmeier, MdL Bernhard Seidenath und Ausbildungsleiter der Direktion München, Sascha Lischewski. v.l. Christine Unzeitig, MU-Kreisvorsitzende, die Azubis Bettina Höhlig, Natascha Bjcloscvic, Mihaela Safta, Alma Fetic und Sabina Brkic, Bernhard Seidenath, Christian Pagel, Andrea Poledniczek vom Domizil Kursana und Stephan Lützel, Leiter des Domizils Kursana.

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